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Erstmals „Adam, Adam-Sprechchöre“ - MT Melsungen schlägt GWD Minden

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Ein Rückkehrer und ein gefeierter Torwart: Rogerio Moraes (links) bejubelt mit Schlussmann Adam Morawski den Melsunger Sieg.
Ein Rückkehrer und ein gefeierter Torwart: Rogerio Moraes (links) bejubelt mit Schlussmann Adam Morawski den Melsunger Sieg. © Dieter schachtschneider

Die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen belegen nach der Hinrunde den achten Platz.

Kassel - So viele Glanztaten wie ein paar Tage zuvor in Kiel gelangen Adam Morawski nicht. Aber auch mit 15 Paraden war der Torwart des Handball-Bundesligisten MT Melsungen beim 31:28-Heimsieg gegen GWD Minden ein guter Rückhalt für sein Team. Was auch die mehr als 3100 Zuschauer in der Rothenbach-Halle so gesehen haben müssen, denn sie feierten den Polen für etliche starke Reflexe.

Nachdem er in der 16. Minute gegen Maximilian Janke pariert hatte, gab es erstmals „Adam, Adam“-Sprechchöre von den Rängen. „Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich bin auf dem Feld ein emotionaler Mensch. Ich hoffe, ich kann auch im nächsten Spiel etwas von meinen Emotionen auf das Publikum übertragen“, erklärte Morawski. Die nächste Partie wird das Pokal-Achtelfinale am kommenden Mittwoch ab 19.30 Uhr in Kassel gegen die Rhein-Neckar Löwen sein.

Dann wird den Melsungern so eine eher durchschnttliche Leistung wie gegen Minden wohl nicht reichen. „Wir waren diesmal nicht so gut in der Abwehr und haben uns viele technische Fehler geleistet“, analysierte Morawski treffend. „Entscheidend war, dass wir in den entscheidenden Momenten kluge Entscheidungen getroffen haben. Trainer Roberto Garcia Parrondo fand ebenfalls kritische Worte: „Allein acht, neun Fehlpässe haben Minden zu Tempogegenstößen eingeladen. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gemacht.“

Erfreulich war jedenfalls, dass der Brasilianer Rogerio Moraes nach überstandener Daumenverletzung sein Comeback gab. „Ich bin zufrieden, dass ich wieder zurück bin. Denn es ist nach einer solchen Pause nicht einfach zurückzukommen“, erklärte der Kreisläufer. „Und unser Sieg war wichtig.“

So behaupteten die Nordhessen ihre Position im vorderen Tabellenmittelfeld. Dennoch fällt das Fazit der MT-Verantwortlichen nach der ersten Hälfte der Saison differenziert aus. „Vom Tabellenplatz und von den Punkten könnte es besser sein“, erklärt Sportdirektor Michael Allendorf, „die Mannschaft entwickelt sich aber in die richtige Richtung.“ In der Tabelle steht Melsungen lediglich auf Rang acht. Parrondo erkennt einen Aufwärtstrend: „Wir sind nicht gut in die Serie gestartet. Doch jetzt spielen wir besser. Das haben zum Beispiel die sechs Siege in Folge bewiesen.“

Woran die Melsunger unbedingt weiter arbeiten müssen, ist die Abgeklärtheit. „Wir müssen noch cleverer spielen“, sagt Allendorf. Es gab vier Spiele in der Hinrunde, in denen die MT nach Pausenführung noch verlor oder lediglich unentschieden spielte. Gegen die Füchse Berlin boten die Nordhessen etwa bis zur 50. Minute eine großartige Vorstellung, dann hatte aber der Gast mehr zu bieten und drehte die Partie zu seinen Gunsten.

Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Melsunger vom Verletzungspech hart getroffen wurden. Trotz der Rückkehr von Moraes fehlen mit Timo Kastening, Ivan Martinovic, David Mandic, Domagoj Pavlovic und Finn Lemke wichtige Kräfte. Es besteht Hoffnung, dass Martinovic gegen die Löwen wieder einsatzbereit ist.

Bis dahin soll auch Dimitri Ignatow wieder hergestellt sein. Der bis dahin gut aufgelegte Rechtsaußen schlug nach einem Offensivfoul von Philipp Ahouansou unglücklich auf dem Boden auf und musste durch Youngster Julian Fuchs ersetzt werden.

„Gegen die Löwen erwartet uns ein sehr schweres Spiel. Wir müssen unsere beste Leistung zeigen“, betont Moraes. Mit den Löwen hat die MT nach der 25:36-Packung zum Saisonstart ohnehin noch eine Rechnung offen. (Björn Mahr)

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