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Nicht nur isländische Abwehrkraft: MT Melsungen setzt bei der SG Flensburg-Handewitt auf starke Deckung

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Von: Björn Mahr

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In Feierlaune: Die Melsunger Silvio Heinevetter (von links), Elvar Örn Jonsson, Kai Häfner (leicht verdeckt) und Arnar Freyr Arnarsson freuen sich über den Sieg gegen Erlangen. Morgen geht es in Flensburg wieder um Punkte.
In Feierlaune: Die Melsunger Silvio Heinevetter (von links), Elvar Örn Jonsson, Kai Häfner (leicht verdeckt) und Arnar Freyr Arnarsson freuen sich über den Sieg gegen Erlangen. Morgen geht es in Flensburg wieder um Punkte. © Andreas Fischer

Nach dem 30:28-Sieg in der Handball-Bundesliga gegen den HC Erlangen muss die MT Melsungen morgen ab 19.05 Uhr bei der SG Flensburg-Handewitt antreten.

Kassel – Alexander Petersson war bis zum Sommer Handball-Profi der SG Flensburg-Handewitt. Und von 2010 bis 2012 stand der Isländer bei den Füchsen Berlin unter Vertrag. Wie es der Zufall so will, sind Flensburg und Berlin im Jahr 2021 die letzten Stationen für ihn und den Bundesligisten MT Melsungen. Morgen ab 19.05 Uhr sind die Nordhessen zum Hinrundenabschluss in der Flens-Arena zu Gast, am Montag ab 19.05 Uhr treten sie vor der EM-Pause noch in der Max-Schmeling-Halle an.

„Spiele in Flensburg und Berlin sind nicht so besonders für mich. Besonders ist nur, dass die beiden Partien rund um die Festtage stattfinden“, sagt Petersson. Bis gestern war seine Familie in Melsungen zu Besuch. Wenn er in den nächsten Tagen noch um wichtige Punkte kämpft, feiern seine Frau und seine Kinder in der isländischen Heimat Weihnachten. Erst kurz vor dem Jahreswechsel sind sie wieder vereint.

Nur zu gern würden sich Petersson und seine Kollegen nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Serie mit einem Erfolg an der Förde selbst beschenken. „Die Flensburger werden nach dem Punktverlust am Sonntag in Balingen noch motivierter gegen uns sein“, ist der 41-Jährige überzeugt. Auch MT-Torwart Silvio Heinevetter weiß aus vielen früheren Auftritten in der Flens-Arena um die Qualität der SG: „Bei jedem anderen Team kannst du Fehler wiedergutmachen, in Flensburg wirst du aber überlaufen.“ Erst in diesem Frühling ging Melsungen dort mit 20:36 sang- und klanglos unter.

Der Dank an die Fans: Alexander Petersson.
Der Dank an die Fans: Alexander Petersson. © Andreas Fischer

Zumindest reisen die Gäste nach der erfolgreichen Aufholjagd am Sonntag gegen den HC Erlangen mit einem guten Gefühl in Richtung Norden. „In der Kabine ist es zur Pause mal etwas lauter geworden“, berichtete Torjäger Julius Kühn. Die MT lag 11:16 zurück. „Es war klar, dass danach viel passen musste. Wir haben es Tor für Tor super gemacht“, stellte Kapitän Häfner fest. Heinevetter ergänzte: „Wir mussten ein bisschen mehr mit Kopf spielen, das haben wir getan.“

Im Angriff warfen die Gastgeber nach dem Wechsel noch beachtliche 19 Tore. Das Spiel mit dem siebten Feldspieler zahlte sich voll aus. Ebenso bemerkenswert: die Deckungsleistung. „Wir haben in beiden Teilen gut gearbeitet“, erklärte Häfner. Zwar schafften es die Erlanger, über Kreisläufer Sebastian Firnhaber einige Abschlüsse zu bekommen, der Abwehrkraft der drei Isländer Petersson, Elvar Örn Jonsson und Arnar Freyr Arnarsson hatte der HCE aber nicht viel entgegenzusetzen. „Elvar und ich haben schon in der Nationalmannschaft zusammengespielt. Das hilft“, betont Petersson, „wenn ich einen Zweikampf verliere, dann kann ich mir immer sicher sein, dass Elvar mir helfen wird.“ Der Routinier geht davon aus, dass auch die Flensburger morgen sehr oft den Weg über den Kreis suchen werden.

Bei den Nordlichtern brauchen die Melsunger ebenfalls eine stabile Deckung. „Wir spielen in dieser Saison auswärts ganz gut. Wir müssen an die Abwehrleistung vom Erlangen-Spiel anknüpfen“, verdeutlicht Co-Trainer Arjan Haenen. Bis auf die verletzten Finn Lemke und Andre Gomes sowie Michael Allendorf hat Chefcoach Roberto Garcia Parrondo alle Mann an Bord. Voraussichtlich werden die beiden Talente Ben Beekmann und Manuel Hörr erneut zum Kader zählen. (Björn Mahr)

Parrondo und die SG Flensburg-Handewitt

Als Spieler war Melsungens Trainer Roberto Garcia Parrondo schon einige Male in Flensburg zu Gast. Mit Valladolid verlor er dort 2007 ein Halbfinale der Champions League. Nach seinem Wechsel zu Ciudad Real steuerte er vier Tore zu einem 34:26-Auswärtssieg bei.

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