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Gewonnen mit Kai Häfners 1500. Tor - MT Melsungen setzt bei Frisch Auf Göppingen Siegesserie fort

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Von: Björn Mahr

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Durchgetankt: Melsungen Arnar Freyr Arnarsson (vorn) erzielt ein weiteres Tor. Im Hintergrund: MT-Kollege Gleb Kalarash und Göppingens Josip Sarac.
Durchgetankt: Melsungen Arnar Freyr Arnarsson (vorn) erzielt ein weiteres Tor. Im Hintergrund: MT-Kollege Gleb Kalarash und Göppingens Josip Sarac. © Alibek KäsLER

Die MT Melsungen hat in der Handball-Bundesliga den fünften Pflichtspielsieg in Folge gefeiert. Torwart Nebojsa Simic glänzte mit 21 Paraden. Kai Häfner erzielte sein 1500. Bundesliga-Tor.

Kassel - Was für eine zweite Hälfte der MT Melsungen. Was für eine weitere glanzvolle Leistung von Torwart Nebojsa Simic. Was für ein überzeugender Sieg bei Frisch Auf Göppingen. Die Bundesliga-Handballer der MT haben nach Anlaufschwierigkeiten noch einen klaren 29:23 (13:15)-Erfolg bei den Schwaben errungen. Nach dem fünften Pflichtspielsieg in Folge rückte das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo vorerst auf den neunten Tabellenplatz vor.

Melsungen zeichnete sich zu Beginn durch eine starke Defensive aus – einmal mehr. Nebojsa Simic nahm nicht nur einen Siebenmeter von Axel Goller weg (2.), der den verletzten deutschen Nationalspieler Marcel Schiller an der Strafwurflinie vertrat. Und die Deckung zwang den Gastgebern zu einigen technischen Fehlern und Fehlwürfen. Das brachte der MT nach drei schnellen Treffern von Dimitri Ignatow, Arnar Freyr Arnarsson und David Mandic eine 4:2-Führung (7.).

Im Positionsspiel lief es zunächst insgesamt aber eher schlecht – auch nicht das erste Mal. Melsungen verteilte etliche Geschenke, die die Schwaben gern annahmen. Till Hermann stellte nach Tempogegenstoß auf 5:4 (11.). Und es wurde erst mal nicht besser. Aus einem 6:5 machte Frisch Auf ein 9:5 (16.). Dabei unterstrich Simic seine glänzende Form – er fing sogar einen weiten Pass der Hausherren ab (12.). Und das unter den Augen des ehemaligen Melsunger Schlussmanns Silvio Heinevetter, der am Sonntag mit dem TVB Stuttgart in Kassel zu Gast sein wird und seinen Ex-Klub in Augenschein nahm.

Im Angriff erste wichtige Akzente setzen konnten Elvar Örn Jonsson und Andre Gomes. Auch Kapitän Kai Häfner brachte Ruhe ins Spiel. Von Aidenas Malasinskas und Agustin Casado war bis dahin indes zu wenig Unterstützung gekommen. Zur Pause hätte es unentschieden stehen können, wenn die Nordhessen nicht einige Male an Schlussmann Daniel Rebmann gescheitert wären.

Melsungens Coach Roberto Garcia Parrondo konnte nicht gefallen haben, was er in der Offensive von seinem Team gesehen hatte. Nach dem Wechsel machten sich die Gäste daran, die Partie besser in den Griff zu bekommen. Es ließ sich mit Glanztaten von Simic und Treffern von Casado (2) und Mandic gut an – 16:15 für Melsungen (34.). Kurz darauf erhöhten Häfner, Ignatow und Casado auf 19:16.

Simic stand nach 40 Minuten bei 15 Paraden (!). Er hielt hinter einer bärenstarken Abwehr um Gleb Kalarash mehr als 50 Prozent der Würfe – ein Weltklasse-Wert. Und noch eine Zahl war bemerkenswert. Das 21:17 durch Häfner war sein 1500. Tor in der Bundesliga.

Und Melsungen hatte noch nicht genug: Arnarsson zum 22:17, Jonsson zum 23:17 (43.). Die MT wollte nun unbedingt eine frühe Vorentscheidung – und natürlich den fünften Pflichtspielsieg in Folge. Es wurden Erinnerungen wach an das vergangene Heimspiel, als die Nordhessen gegen Gummersbach auch im zweiten Durchgang groß aufdrehten. Zwar probierte es FAG-Coach Hartmut Mayerhoffer mit einer offensiveren Abwehr, aber die Gäste ließen sich nicht mehr aufhalten. Es hatte teilweise schon etwas von Demontage für den Altmeister.

Diesen Eindruck dürften auch Heinevetter und sein Stuttgarter Coach Michael Schweikardt auf der Tribüne in der Göppinger EWS-Arena gehabt haben. „Sie haben gesehen, was passieren kann, wenn dieser MT-Zug ins Rollen kommt“, sagte Sky-Kommentator Jürgen Müller. Am Sonntag geht es ab 16.05 Uhr für die Melsunger in der Kasseler Rothenbach-Halle weiter.

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