Donnerstag kommt Kiel

MT Melsungen muss sich in den Topspielen in dieser Woche steigern - „Es lief bei uns nicht rund“

Eng am Mann: MT-Melsungen-Recke Felix Danner (links) hindert Omar Ingi Magnusson am Torwurf.
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Eng am Mann: MT-Recke Felix Danner (links) hindert Omar Ingi Magnusson am Torwurf.

Nach der Niederlage der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga beim SC Magdeburg blicken wir noch einmal auf den Auftritt der Nordhessen zurück.

Kassel – „Lieber“, sagt Felix Danner, „hätte ich zwei Punkte gehabt.“ Lieber als das Lob, das der Kreisläufer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen für seine Leistung im Spiel beim SC Magdeburg bekommen hat. Er warf bei der 27:31-Auswärtsniederlage mit dem 1:0 nicht nur sein 700. Melsunger Bundesliga-Tor, sondern war auch sonst ein zuverlässiger Schütze.

Insgesamt sieben Treffer gelangen Danner.

Ansonsten war der Start für die MT in die wohl härteste Woche dieser Saison eher wechselhaft. „Es lief bei uns nicht rund. Wir müssen uns bis zum Donnerstag in allen Bereichen steigern“, erklärte Rechtsaußen Tobias Reichmann. Die Nordhessen erwarten schon am Donnerstag ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle den Deutschen Meister THW Kiel. Nur drei Tage später kommt dann auch noch Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt (Sonntag, 13.30 Uhr) auf das Messegelände an der Fulda.

Wir blicken zuvor noch einmal auf die Partie in Magdeburg zurück: Das war aus MT-Sicht in Ordnung, das war verbesserungswürdig.

Das war in Ordnung

Der Einsatz: Je länger die Partie dauerte, desto mehr Leidenschaft brachte der Gast auf. „Kämpferisch können wir uns nichts vorwerfen. Aber wir haben eben auch nicht gewonnen“, lautete die nüchterne Analyse von Kapitän Finn Lemke.

Das Spiel über die Außen und den Kreis: Es waren zwar auch zwei verwandelte Siebenmeter von Reichmann dabei, nahezu die Hälfte aller Melsunger Tore gingen aber auf das Konto der MT-Außen. Timo Kastening war acht-, Michael Allendorf dreimal erfolgreich. Da Yves Kunkel voraussichtlich noch weiter ausfallen wird, werden die beiden Spieler auch gegen Kiel zunächst die Flügelzange bilden. Vom Kreis trafen Danner (7) und Lemke (1).

Die Unmutsbekundung des Kapitäns: Dass Lemke während einer Auszeit nach den taktischen Anweisungen von Trainer Gudmundur Gudmundsson auch noch zur Mannschaft spricht, ist normal. Aber wie lautstark der 28-Jährige seinem Unmut Luft machte, war schon sehr überraschend: „Ich war sauer, dass wir so viele Gegentreffer in Folge bekommen haben.“

Das war enttäuschend

Die Effektivität im Rückraum: Praktisch vom Anwurf weg fehlten der MT die leichten Tore aus dem Rückraum. Nur zwei Treffer in Halbzeit eins warfen Spieler aus der Melsunger Aufbaureihe: Kai Häfner verkürzte zum 10:11, und Regisseur Domagoj Pavlovic traf kurz darauf zum 13:14. Insgesamt sechs Rückraum-Treffer verbuchten die Gäste im gesamten Spiel.

Die Torwartleistung: Zwar hatten Nebojsa Simic und Silvio Heinevetter auch einige spektakuläre Paraden, von einer Top-Vorstellung waren die Schlussleute der MT ein ordentliches Stück entfernt.

Das Zusammenspiel in der Abwehr: Kampfgeist? Ja. Kompaktheit? Weitgehend nein. Es klafften einige Lücken in der Melsunger Deckung – teilweise auch im Zentrum. Die Magdeburger bestraften diese Schwächen sofort. (Björn Mahr)

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