25:23-Erfolg beim Bergischen HC

MT Melsungen siegt in der Höhle der Löwen

Mit voller Entschlossenheit: Melsungens Domagoj Pavlovic (rechts) setzt sich gegen Csaba Szücs vom Bergischen HC durch.
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Mit voller Entschlossenheit: Melsungens Domagoj Pavlovic (rechts) setzt sich gegen Csaba Szücs vom Bergischen HC durch.

Die MT Melsungen setzte sich beim Bergischen HC mit 25:23 (10:11) durch. Damit ist der Handball-Bundesligist nun seit vier Spielen ungeschlagen.

Die MT Melsungen ist derzeit auf Auswärtstour in der Handball-Bundesliga. Das zweite von vier Spielen in Serie in fremden Hallen stand gestern auf dem Programm. Wie die Partie in Solingen verlief, verrät der Schnellcheck:

Gab es wieder einen Krimi in fremder Halle?

Nach dem 30:30 in Minden machten es die Melsunger auch diesmal spannend. Keines der beiden Teams setzte sich in der ersten Halbzeit auf mehr als zwei Tore ab. Und auch in der zweiten Hälfte blieb es bis in die Schlussphase eine enge Partie. Aber diesmal holte die MT zwei Punkte – in der Höhle der Bergischen Löwen.

Wie kamen die Melsunger in die Partie?

Wie schon in Minden hatte die MT auch in Solingen Startschwierigkeiten – zumindest im Angriff. Nach zwei Fehlwürfen von Geburtstagskind Lasse Mikkelsen (33) gelang Kai Häfner erst in der sechsten Minute der erste Treffer für die Gäste – es war das 1:1. Auch in der Folge überzeugten beide Teams vor allem in der Abwehr. Es blieb ein enges Spiel. So dauerte es bis zur 19. Minute, bis die MT sich erstmals auf zwei Tore absetzte. Abwehrexperte Finn Lemke traf nach einem Tempogegenstoß zum 8:6. 

Zog die MT denn dann auch weg?

Nein, weil sich dann doch wieder ein paar Nachlässigkeiten im Angriff einschlichen. Aber die Gäste blieben zunächst vorn, weil sie in der Abwehr weiterhin kompakt standen – auch wenn es die Gastgeber immer mal wieder mit sieben Feldspielern versuchten. Und weil sich Torhüter Nebojsa Simic steigerte. Sechs Paraden zeigte er in der ersten Halbzeit (insgesamt elf), darunter zwei Siebenmeter von Alexander Weck und dem Ex-Melsunger Jeffrey Boomhouwer. Zur Halbzeit führten dann die Hausherren aber doch – dank eines 3:0-Laufs drehten sie die Partie von 8:10 zur 11:10-Pausenführung.

Wie kam die MT zurück in die Partie?

Es dauerte etwas. Denn zunächst einmal bauten die Gastgeber ihre Führung auf 13:11 (34.) aus. Der Melsunger Auftakt war wieder etwas holprig. Aber auf einmal steigerte sich die MT im Angriff. Die Fehlerquote wurde geringer, die Quote aus dem Rückraum von Julius Kühn, Domagoj Pavlovic und Kai Häfner dafür immer besser. Die Offensive allgemein variabler. Und Simic hielt in dieser Phase einen Ball nach dem anderen. So führten die Melsunger nach Treffern von Marino Maric, Kühn und Timo Kastening beim 18:15 erstmals mit drei Toren (46.). Und diesen Vorsprung hielten sie bis in die Schlussphase.

Wurde es noch einmal spannend?

Aber ja. Nach einem Tempogegenstoß waren die Löwen plötzlich wieder auf ein Tor dran (22:23 – 58.). Dann sorgte aber Pavlovic für das wichtige 24:22 (59.) – passives Spiel war da schon angezeigt. Zwar verkürzte Fabian Gutbrod schnell auf 23:24. Aber gegen die offene Deckung sorgte wieder Pavlovic mit dem 25:23 für die Entscheidung.

Gab es eine besondere Szene?

Dieses Anspiel war etwas für Handball-Feinschmecker: In der 22. Minute zog Häfner nach innen und legte dann den Ball im Sprung über den Kopf seines Gegenspielers auf Kreisläufer Marino Maric ab – und das ohne hinzuschauen. Fast hätte der Kroate die Szene noch gekrönt. Mit dem Rücken zum Tor warf er. Zwar hielt Löwen-Torhüter Christopher Rudeck, aber es gab einen Siebenmeter, weil Maric gefoult wurde. Den verwandelte Tobias Reichmann. Das schöne Anspiel wurde so also doch noch belohnt.

Wie war die Übertragung bei Sky?

Kommentator Karsten Perzika zog ein durchaus kritisches Zwischenfazit in der Halbzeitpause: „Ein Duell auf Augenhöhe. Nicht hochklassig. Es ist eben so ein typisches Mittelfeldduell.“ Im zweiten Durchgang wurde die Partie dann immerhin besser – und spannend war es sowieso. (Manuel Kopp)

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