Neuzugang mit Gardemaß

Ein Allgäuer im Team: Stefan Salger ist neu bei der MT Melsungen 

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Ein Kind der Berge: Handball-Talent Stefan Salger steht ab dieser Saison bei der MT unter Vertrag. 

Stefan Salger ist der Neuzugang bei der MT Melsungen. Wir stellen ihn vor.

Aus dem Allgäu stammen einige bekannte Sportler. Fußball-Nationalspieler Kevin Volland hat ebenso seine Wurzeln in dieser Region wie Motorsportler Daniel Abt aus der Formel E. Auch ein Handballer sorgt seit geraumer Zeit für Aufsehen: Stefan Salger, geboren in Oberstaufen, steht nach seinem Abschied von den Eulen aus Ludwigshafen ab dieser Saison beim ambitionierten Bundesligisten MT Melsungen unter Vertrag.

Der 22-Jährige, der am 15. August seinen 23. Geburtstag feiern wird, fällt zunächst dadurch auf, dass er MT-Kapitän Finn Lemke in die Augen schauen kann, ohne sich den Nacken zu verrenken. Denn der Halbrechte misst 2,07 m und ist damit nur drei Zentimeter kleiner als der Melsunger Nationalspieler. 

Einstieg ist gelungen

Allerdings ist er nicht der einzige Hüne in der Familie Salger. Der ältere Bruder des Allgäuers, Mathias Salger, hat mit 2,06 m ebenfalls Gardemaß. Auch ihm hat es der Handball angetan – er spielt für einen Klub im Ulmer Ortsteil Söflingen und lebt damit nicht ganz so weit von der Heimat entfernt wie Stefan.

Der Neu-Melsunger hat den Einstieg bei der MT gut hinbekommen. Wozu ganz besonders auch Lemke beigetragen hat. Zwar kannten sich die Beiden bislang nur von den Bundesliga-Vergleichen, der Kapitän gab ihm aber während der Sommerpause ein paar Tipps – zum Beispiel bei der Wohnungssuche in Kassel. „Er hat mir sehr geholfen, diese Unterstützung hat mich total gefreut“, sagt Salger. Inzwischen lernte er auch den Rest des Teams kennen: „Eine klasse Truppe. Wir haben trotz der Belastung viel Spaß zusammen – das sagt ja alles aus.“

Zuletzt bei Ludwigshafen

Sportlich deutete der Silbermedaillengewinner der Junioren-EM 2016 durchaus schon seine Qualitäten in den Tests an. Zumal er in der Abwehr besonders gefordert war – er nahm teilweise den Platz neben Lemke ein. „Ich kann noch beweglicher werden und körperlich zulegen“, erklärt Salger selbstkritisch. Er hofft, dass er bei den Melsungern die nächsten Entwicklungsschritte machen kann und dem Team beim Erreichen der Ziele helfen kann – von Bundesliga über Pokal bis hin zum Europacup, der für ihn Neuland sein wird.

In den vergangenen Jahren blickte Salger mit seinen Klubs eher ans Tabellenende. Denn vor seiner Zeit in Ludwigshafen trug er das Trikot des TVB Stuttgart. In der abgelaufenen Serie schaffte er mit den Eulen erst in letzter Sekunde den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt. „Ich bin mit einem guten Gefühl weggegangen“, berichtet der 22-Jährige.

Wenn er sich nicht mit Lemke geschrieben hat, genoss Salger die trainingsfreie Zeit mit seinem Bruder – beim gemeinsamen Urlaub am Gardasee. Auch beim Jugendturnier um den Allgäu-Cup in Wangen schaute er vorbei – er steht bei Veranstaltungspartner Kempa unter Vertrag. Auftritte in der Heimat haben für ihn ohnehin einen großen Reiz. Er mag die Berge. „Ich laufe im Winter gern ski“, sagt Salger. Als Handballprofi kann er diesem Hobby nur selten frönen.

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