MT zu Gast in Göppingen

MT Melsungen steht in Göppingen vor  großer Herausforderung

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Kann wieder helfen: Linksaußen Michael Allendorf ist nach Knieproblemen zurück. 

Nach dem Heimsieg zuletzt gegen Bietigheim will die MT Melsungen nachlegen. Allerdings hat der Handball-Bundesligist bei Frisch Auf Göppingen eine schwere Aufgabe vor der Brust.

Der Februar geht für die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen mit zwei Schlagerspielen zu Ende. Morgen gastiert der Tabellensechste ab 16 Uhr (Sky) beim Verfolger Göppingen, am Donnerstag hat die MT den THW Kiel ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle zu Gast. Zunächst gilt dem Auftritt in Göppingen die volle Aufmerksamkeit. Wer dort in den Fokus rücken wird – eine Übersicht:

Michael Allendorf: Der Linksaußen steht wieder zur Verfügung – nach mehrmonatiger Pause. Im Dezember hatte ihm eine Verletzung an der Wurfhand zu schaffen gemacht, im Januar traten Knieprobleme auf. „Ich bin schmerzfrei und kann normal trainieren“, erklärt er.

Ob der 32-Jährige eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. „Yves Kunkel wird in Göppingen beginnen“, verrät Coach Heiko Grimm. Der Ex-Leipziger verdiente sich mit einer überzeugenden Leistung beim Heimsieg über Bietigheim einen Platz in der Startformation.

Heiko Grimm: Für einen Trainer in der Bundesliga ist zwar jedes Spiel eine Prüfung, aber Auftritte bei den heimstarken Göppingern sind besondere Herausforderungen. Für Grimm, frischgebackener EHF-Mastercoach, gestaltet sich die Aufgabe insofern knifflig, als er im Gegensatz zum 25:22 im Hinspiel auf Schlüsselpositionen nun anders aufgestellt ist: kein Julius Kühn, kein Marino Maric, kein Domagoj Pavlovic. „Wir wissen, dass wir über 60 Minuten ein sauberes Spiel machen müssen, und werden gut vorbereitet sein.“ Zuletzt gegen Bietigheim lief etwa zehn Minuten lang nicht viel zusammen. Grimm: „So etwas dürfen wir uns in Göppingen nicht erlauben.“ Kapitän Finn Lemke und dessen Schulter machen Fortschritte – er wird dabei sein und ist damit eine Option für das Deckungszentrum.

Jens Schöngarth: Vergangenes Wochenende weilte der Göppinger Rückraumschütze mit Frau und Kind in der alten Wahlheimat Melsungen und besuchte die Schwiegereltern. Nun empfängt er mit Frisch Auf sein Ex-Team – von 2009 bis 2012 war er bei der MT. Dabei tritt er mit der Empfehlung von sieben Treffern gegen Leipzig an.

Jens Schöngarth

Nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinem Team läuft es seit einigen Monaten hervorragend. Von den vergangenen zehn Liga-Begegnung gewann Göppingen acht. „Die Siege in Magdeburg und Hannover waren Big-points. Wir holen das Maximale heraus“, betont Schöngarth. Auf die Tabelle habe er allerdings erstmals nach dem jüngsten Sieg über Leipzig geschaut. Dadurch wurde ihm noch mehr bewusst, wie wichtig die kommende Partie sein kann: „Wer oben dran bleiben will, sollte dieses Duell nicht verlieren.“

Göppinger Fans:Zurzeit freuen sich die Anhänger der Gastgeber über die Entwicklung des Frisch-Auf-Teams. „Alle sind hier super-euphorisch“, sagt Schöngarth. „In Göppingen ist es immer laut, da herrscht eine hitzige Atmosphäre“, warnt Melsungens Allendorf. Doch die Stimmung kann durchaus auch mal kippen, wenn der Gastgeber die Erwartungen nicht erfüllt. „Wir dürfen die Göppinger nicht in Tritt kommen lassen und müssen dafür sorgen, dass es in der Halle relativ still ist“, nennt Kreisläufer Felix Danner ein Ziel der MT. Der Siebtplatzierte mit Trainer Hartmut Mayrhoffer tritt voraussichtlich in Bestbesetzung an. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Sebastian Heymann – eines der größten deutschen Rückraum-Talente.

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