Melsunger Handballer vor harten Wochen

Bei der MT Melsungen rollt die erste Welle nun besser

Lief viele Konter: Tobias Reichmann. 
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Lief viele Konter: Tobias Reichmann. 

Die Handballer der MT Melsungen haben im Kalenderjahr den ersten Sieg gefeiert. Ein Situationsbericht vor den kommenden schweren Hürden. 

Der erste Pflichtspiel-Sieg im Kalenderjahr hat die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen nicht zu überschwänglichem Jubel verleitet. Erstens war der Gegner der Tabellenvorletzte SG BBM Bietigheim, zweitens war die Leistung beim 31:24-Erfolg auch nicht über die kompletten 60 Minuten überzeugend. „Wir haben noch Luft nach oben“, räumte Rechtsaußen Tobias Reichmann ein. „Wir müssen am Optimum agieren, wenn wir bestehen wollen“, ergänzt Trainer Heiko Grimm.

Mit Blick auf die anstehenden schwierigen Aufgaben wird sich sein Team steigern müssen. Am kommenden Sonntag wartet ab 16 Uhr die Partie beim Tabellennachbarn Frisch Auf Göppingen, anschließend muss die MT in den Heimspielen gegen den THW Kiel (Donnerstag, 28. Februar, 19 Uhr) und gegen die Füchse Berlin (Donnerstag, 14. März, 19 Uhr) Farbe bekennen.

In einigen Bereichen scheinen die Melsunger für die Duelle bereits gerüstet zu sein, einiges ist allerdings auch noch verbesserungswürdig. Eine Übersicht: Das ist gut, das geht so, das ist schlecht

Das ist gut

Das Gegenstoßspiel: Eine Woche zuvor in Magdeburg schaffte es die MT eher selten, sich Konterchancen zu erarbeiten. Gegen Bietigheim glänzten die Hausherren durch ihre erste Welle – Nutznießer waren die beiden Außen Reichmann und Yves Kunkel.

Die Einsatzbereitschaft: Noch mal ein Rückblick auf Magdeburg: Gegen den SCM zeigte sich die MT nicht homogen. Nun präsentierte sich die Mannschaft geschlossen. „Wir haben uns aus einer Schwächephase in der zweiten Hälfte selbst wieder herausgezogen“, stellte Felix Danner fest. Bezeichnend, dass Timm Schneider im Rückraum für Lasse Mikkelsen und Roman Sidorowicz in die Bresche sprang.

Das geht so

Die Hintermannschaft: Ist das Melsunger Prunkstück – eigentlich. Denn noch immer leisten sich die Nordhessen sporadisch einige Fehler. Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, den die Spieler bei der Deckungsarbeit zu spät herauskommen. „Das müssen wir besser machen“, sagte Grimm und fordert mehr Entschlossenheit von seinen Verteidigern.

Die Torleute: Es war nicht überragend, was Schlussmann Johan Sjöstrand bot – aber er zeigte in wichtigen Momenten einige starke Paraden. Manager Axel Geerken bescheinigte dem Schweden deshalb „ein gutes Spiel“.

Das ist schlecht

Die Körpersprache: Natürlich leidet die MT unter ihren Ausfällen. Trotzdem geht dem Team zurzeit etwas die nötige Begeisterungsfähigkeit ab. Fast eine ausverkaufte Halle gegen Bietigheim – und die Melsunger Mannschaft braucht zu lange, um den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen.

MT Melsungen: Spielplan für die Saison 2018/2019

Die Torausbeute: Zwar erzielten die Gastgeber mehr als 30 Treffer, es wären aber noch etliche mehr möglich gewesen. Immerhin waren die Tore gut verteilt – von allen Rückraum- sowie den beiden Außenpositionen schloss die MT erfolgreich ab. Nur Danner und Philipp Müller hatten am Kreis einen schweren Stand. „Die Gegenspieler waren aber auch sehr aggressiv“, sagte Danner.

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