Verwirrung um Auslosung

DHB-Pokal: MT Melsungen stürmt ins Achtelfinale

Explosiv: MT-Angreifer Momir Rnic war im Halbfinale gegen Eisenach nicht zu stoppen. Hier kommt er gegen Nicolai Hansen und Branimir Koloper zum Abschluss. Fotos: Mahr

Eisenach. Begeisternde Abwehrarbeit, überzeugendes Tempospiel und clever herausgespielte Tore – die MT Melsungen hat den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals geschafft.

Das findet am 28. Oktober statt. Zudem haben sich die Melsunger auch für den Meisterschaftsauftakt am kommenden Samstag in Kassel gegen die Füchse Berlin eingeworfen.

„Das waren absolut ordentliche Leistungen“, befand MT-Kapitän Michael Müller nach einem 30:18 (16:6) im Halbfinale gegen den gastgebenden ThSV Eisenach sowie einem deutlichen 35:21 (16:6)-Erfolg im Endspiel gegen den Drittligisten TSB Heilbronn/Horkheim. Getrübt wurde die gute Stimmung allerdings durch eine schwere Verletzung von Malte Schröder (siehe Artikel auf dieser Seite). Das Wochenende aus MT-Sicht im Überblick:

DAS GLANZSTÜCK

Aktualisiert um 21.28 Uhr

Beim Kantersieg vor 900 Zuschauern über Erstliga-Neuling Eisenach gab am Samstag die Deckung der Nordhessen den Thüringern schier unlösbare Rätsel auf. Die 5:1-Formation mit Michael Allendorf auf der Spitze provozierte reihenweise Ballverluste des ThSV. „Ich freue mich, dass wir ein Achtungszeichen gesetzt haben“, meinte Trainer Michael Roth. Seine Schützlinge waren angesichts stabiler Verteidigung vor der Pause von 7:5 auf 16:6 davongezogen. Auch gegen Drittligist Heilbronn stand die Hintermannschaft um Felix Danner und Philipp Müller am Sonntag speziell im ersten Durchgang kompakt, wobei der Coach diesmal die 6:0-Variante favorisierte.

DIE TOP-TORSCHÜTZEN

Vor einer Woche fristete Momir Rnic beim Trainingslager in Bremen ein kümmerliches Dasein – Magen- und Darmprobleme hatten ihm schwer zugesetzt. Jetzt im Halbfinale in der Wartburgstadt drehte Rnic mächtig auf. Dank seiner sieben Treffer, alle vor dem Wechsel markiert, bog Melsungen früh auf die Siegerstraße ein. Gegen die Heilbronner zeigten zunächst Michael Allendorf und Johannes Sellin ihre Klasse und sorgten dafür, dass ihr Team schnell 4:0 und 10:2 vorn lag. Da sich die beiden Außen nach der Pause wie einige andere auch schonen durften, bekamen Jeffrey Boomhouwer und der Ex-Eisenacher Jan Forstbauer Gelegenheit, sich hervorzutun – und taten dies auch.

DAS WOCHENENDE

Lediglich 277 Fans schauten sich das Finale in der Werner-Assmann-Halle an – eine Geisterkulisse. Wenn nicht einige Dutzend Melsunger Anhänger ihr Team begleitet hätten, wäre die Stimmung nicht anders gewesen als bei einem Erstrunden-Bezirkspokalspiel. „Mir tun die kleinen Klubs leid. Die müssen einen Höllenaufwand betreiben und haben praktisch keine Chance“, erklärte Roth. Er hofft, dass die erste Runde zum ersten und letzten Mal in dieser Form ausgetragen wurde. Zumal der Zeitpunkt für Unmut sorgte. In Eisenach wurden am Samstag mehr als 33 Grad in der Halle gemessen – ein schweißtreibendes Vergnügen.

DAS ACHTELFINALE

Für reichlich Verwirrung sorgte am Sonntagabend eine Meldung der Deutschen Presseagentur, wonach das Achtelfinale bereits ausgelost sei und die MT Melsungen am 28. Oktober in Aue antreten müsse. Um 20.41 Uhr dann wurde die Meldung wieder gestrichen – ersatzlos. Denn: Die Liga habe entsprechende Informationen auf ihrer Homepage wieder zurückgezogen. Ausgelost werde am 6. September.

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