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MT Melsungen: Talent Paul Kompenhans soll nach Pavlovic-Ausfall für Entlastung sorgen

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Von: Björn Mahr

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Der Youngster und sein Coach bei der Trainingsarbeit: Paul Kompenhans (rechts) und Roberto Garcia Parrondo.
Der Youngster und sein Coach bei der Trainingsarbeit: Paul Kompenhans (rechts) und Roberto Garcia Parrondo. © Alibek Käsler

So oft wie möglich beruft Trainer Roberto Garcia Parrondo eigene Talente der MT Melsungen in den Kader des Handball-Bundesligisten. Auch bei der Partie morgen ab 19.05 Uhr bei GWD Minden dürfte das der Fall sein. Denn weil der verletzte Mittelmann Domagoj Pavlovic noch einige Wochen ausfällt, benötigt Parrondo Alternativen für den Rückraum. Erster Kandidat dafür ist Paul Kompenhans.

Der 19-Jährige kam bereits in der Schlussphase des Heimspiels am Samstag gegen den HBW Balingen-Weilstetten zum Einsatz, um den Isländer Elvar Örn Jonsson zu entlasten. Beim 28:21-Sieg gelang Kompenhans mit dem 28:20 sogar ein Treffer. Für den Nachwuchsmann aus Fuldatal-Ihringshausen war es ein besonderes Tor: Erstmals traf er für den heimischen Bundesligisten in der Kasseler Rothenbach-Halle. „Der Moment bleibt in Erinnerung“, betont der Rechtshänder. In der vergangenen Spielzeit hatte er zwar schon vier Tore geworfen, aber jeweils auswärts: in Flensburg (3) und in Coburg.

Gegen die Balinger gab Kompenhans seinen Saison-Einstand. Zuvor war er lange außer Gefecht gesetzt. Beim Linden-Cup im August hatte er sich schwer am Sprunggelenk verletzt und musste operiert werden – mehr als vier Monate Zwangspause. Den erst im Herbst zur MT gekommenen Parrondo lernte der junge Spielmacher ebenso wie dessen System erst in den vergangenen Wochen richtig kennen.

„Es war eine schwierige Zeit“, erklärt der 19-Jährige. Geholfen hat ihm der Umstand, dass er zeitweilig zusammen mit dem nach wie vor fehlenden Abwehrstrategen Finn Lemke die Reha in Kassel absolvierte. Als die MT am 10. Januar mit der Winter-Vorbereitung begann, stand er dem Bundesligisten wieder zur Verfügung. Erste Spielpraxis sammelte er dann in der Melsunger Reserve, die in der Oberliga beheimatet ist.

„Paul kennt keine Angst, er geht dahin, wo es wehtut“, lobt MT-Assistenzcoach Arjan Haenen den talentierten Rückraummann. Allerdings will er Kompenhans auch nicht unter Druck setzen: „Er wird von Tag zu Tag besser. Der Junge ist jedoch erst 19, wir können nicht erwarten, dass er Spiele für uns gewinnt.“ Deshalb soll er punktuell für Entlastung sorgen. Das kann in Minden genauso gelingen wie zuletzt gegen Balingen.

„Es war aber nicht geplant, dass ich mit einem technischen Fehler anfange“, sagt der MT-Youngster selbstkritisch. Sein erster entschlossener Vorstoß hatte mit einem Offensivfoul geendet. Danach lief es allerdings besser.

Vor dem Aufwärmen hatte Parrondo dem 19-Jährigen noch ein paar taktische Tipps gegeben. „Wir jungen Spieler profitieren alle von Robertos Arbeit“, betont Kompenhans. Gegen Balingen durfte neben ihm auch Manuel Hörr wieder etwas Bundesliga-Luft schnuppern. In dieser Saison durften zudem schon Ben Beekmann, Julian Fuchs, David Kuntscher und Rojat Sahin Erfahrungen sammeln.

„Es ist schade, dass Domba Pavlovic noch einige Zeit ausfällt“, so Kompenhans. Sollte er gegen Minden die nächste Bewährungschance erhalten, verfolgt er nur ein Ziel: „Ich gehe locker an die Aufgabe heran und versuche einfach, der Mannschaft zu helfen.“ (Björn Mahr)

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