Handball-Bundesliga in der Rothenbach-Halle

MT Melsungen gegen Löwen: Deutsche Handball-Stars auf beiden Seiten

Klare Ansagen: Melsungens Trainer Heiko Grimm mit seinen drei Rückraumspielern (von links) Lasse Mikkelsen, Julius Kühn und Kai Häfner.
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Klare Ansagen: Melsungens Trainer Heiko Grimm mit seinen drei Rückraumspielern (von links) Lasse Mikkelsen, Julius Kühn und Kai Häfner.

Heute wird es wieder heiß in der Kasseler Rothenbach-Halle. Handball-Bundesligist erwartet ab 19 Uhr zum Topspiel die Rhein-Neckar Löwen. 

Auf den ersten Blick mag es ein Bundesliga-Spiel wie jedes andere sein. Doch nur weil die Handballer der MT Melsungen bislang hinter den eigenen Ansprüchen hinterher hinken und lediglich auf Rang neun liegen, lässt sich erst bei genauem Hinsehen der besondere Reiz des Duells erkennen. 

Und so stehen sich heute ab 19 Uhr (Sky) in der bereits ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle mit der MT und den Rhein-Neckar Löwen zwei Topmannschaften gegenüber. Fünf Fakten:

1. Beide Teams waren zuletzt erfolgreich

„Wir treffen auf einen sehr starken Gegner. Der Spielausgang ist völlig offen“, erwartet Melsungens Trainer Heiko Grimm zwei Teams auf Augenhöhe. Während die Nordhessen am vergangenen Sonntag in Nordhorn mühelos 31:24 gewannen, knüpften die Löwen überraschend dem SC Magdeburg beim 32:28-Auswärtssieg zwei Punkte ab. Bei einem Heimsieg wäre Melsungen bis auf einen Zähler an den Gästen aus Mannheim dran.

2. Mehr deutsche Nationalspieler in einem Ligaspiel sieht man nirgendwo

Also an einer Hand lassen sich die heute beteiligten DHB-Auswahlakteure nicht abzählen. Die Löwen kommen mit Uwe Gensheimer, Steffen Fäth, Jannik Kohlbacher und Patrick Groetzki, die Melsunger setzen Finn Lemke, Julius Kühn, Tobias Reichmann und Kai Häfner dagegen. Zudem gehört MT-Linksaußen Yves Kunkel zum erweiterten Kader. 

„Das ist eine schöne Randnotiz“, erklärt Kühn, „sportlich sind aber auch alle anderen Spieler der beiden Klubs zu beachten.“ Grimm betont sogar: „Auf beiden Seiten sind noch viele gute Handballer anderer Nationalitäten vertreten – die sind das Salz in der Suppe.“ Zwei davon stehen bei Fakt Nummer zwei im Fokus.

3. Roman Sidorowicz freut sich ganz besonders auf das Wiedersehen mit Andy Schmid. 

Im kommenden Januar tritt der Melsunger Rückraummann zusammen mit Löwen-Star Schmid für die Schweiz bei der Europameisterschaft in Österreich, Norwegen und Schweden an. Das ist aber Zukunftsmusik. Wichtiger ist Sidorowicz, weshalb sein Landsmann auf dem Kopf erblondet ist. 

„Andy soll mir mal erklären, was da schief gelaufen ist“, sagt „Sido“ schmunzelnd, der wie Schmid aus dem Ort Horgen stammt. Dahinter steckt ein Wetteinsatz. Schmid hatte ein privates Tennismatch gegen Teamkollege Mads Mensah Larsen verloren.

4. Das Kräftemessen steckt voller interessanter Duelle. 

Schmid wurde im Fachmagazin Handball-Woche zum besten Spielmacher der vergangenen Saison gekürt. Schon auf dem dritten Platz folgte aber Melsungens Lasse Mikkelsen. Der spielstarke Däne, der zuletzt unter Knieproblemen litt und gegen Nordhorn weitgehend geschont wurde, ist durchaus in der Lage, dem Schweizer Gegenüber die Schau zu stehlen. 

Ähnliches erhoffen sich die Gastgeber auf der Torwart-Position von Nebojsa Simic. „Simo ist jetzt im Rhythmus“, lobt Grimm den Montenegriner. Als Ersatz stünde der zuletzt angeschlagene Schwede Johan Sjöstrand wieder parat. Die Gäste bieten für das Tor den früheren Melsunger Mikael Appelgren und dessen Landsmann Andreas Palicka auf.

5. Alles ist für einen heißen Abend angerichtet. 

4300 Zuschauer sind heute dabei – die Halle ist zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauft. „Wir müssen mit unseren Fans im Rücken die nötige Emotionalität zeigen und eine gesunde Härte reinbringeen“, stellt Torjäger Kühn klar. Vor zwei Wochen gegen den SC Magdeburg wurde die Heimspielstätte der MT zu einem Hexenkessel – da schaffte es der Gastgeber, den Funke aufs Publikum überspringen zu lassen. Eventuell fehlen wird Melsungen heute Timm Schneider (Rückenblessur).

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