31:30 im Finale gegen Magdeburg

MT Melsungen trotzt den Ausfällen: Handballer gewinnen Turnier in Ilsenburg

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Kluges Zusammenspiel: Melsungens Julius Kühn (Mitte) bedient hier MT-Kreisläufer Marino Maric. Ystads Verteidiger Emil Hansson (links) und Jesper Gustavsson können das Duo nicht aufhalten. 

Kassel. Ein großer Pokal, ein 2500-Euro-Siegerscheck, ein paar Kisten Bier für die Heimfahrt und viel Applaus von den mitgereisten Fans - die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen stiegen am späten Sonntagnachmittag mit positiven Eindrücken in Ilsenburg in den Mannschaftsbus.

Mit dem 31:30 (16:13)-Erfolg im Finale des Klaus-Miesner-Gedenkturniers gegen den SC Magdeburg gelang den Nordhessen beim Harzenergiecup die erfolgreiche Titelverteidigung.

„Die Jungs haben gezeigt, dass sie auf einem guten Leistungsstand sind“, bilanzierte MT-Trainer Michael Roth eine Woche vor dem Pokalauftakt in Oftersheim gegen den TV Neuhausen erfreut. Seine Mannschaft war durch klare Siege über Wisla Plock/Polen (39:30) und Ystads IF/Schweden (34:26) ins Endspiel eingezogen.

Fakten zu den Auftritten der MT im Nordharz:

• Die Torausbeute der Melsunger war überaus beachtlich. 39 Treffer gegen Wisla Plock, 34 gegen Ystads IF und 31 gegen Magdeburg - die Nordhessen kamen beim Harzenergiecup auf einen bemerkenswerten Schnitt von mehr als 34 Toren pro Partie. „Wir schaffen es schon sehr gut, aus der Abwehr schnell nach vorn zu kommen“, freute sich Mittelmann Timm Schneider über die hohe Effektivität. Die besten Werfer am Sonntagnachmittag waren die Nationalspieler Julius Kühn (9) und Rechtsaußen Tobias Reichmann, der am Weltlinkshändertag (siehe Artikel unten) zehnmal traf.

Mit etwas mehr Abgeklärtheit wären sogar noch mehr Tore möglich gewesen. Wegen kurzfristiger Ausfälle musste Roth im Rückraum etwas improvisieren. So testete er im zweiten Abschnitt eine Aufbaureihe mit Lasse Mikkelsen, Schneider und Dener Jaanimaa. Diese sorgte auch für den Sieg. „Der Abschluss hat gut geklappt“, sagte Schneider, der nach Zusammenspiel mit dem Esten Jaanimaa das entscheidende Tor markierte.

• Die MT beklagt die ersten Ausfälle in der Vorbereitung. Kreisläufer Felix Danner war am Freitag nicht mit dem Team Richtung Harz aufgebrochen, damit er bei seiner hochschwangeren Frau Anja in Melsungen bleiben kann. Zum Endspiel gegen Magdeburg reiste der Abwehrstratege aber an. Allerdings auch deshalb, weil die Nordhessen zwei Ausfälle zu beklagen hatten. Finn Lemke verletzte sich beim Erfolg gegen Ystad an der Leiste, Philipp Müller trug eine Rippenprellung aus der Auftaktpartie gegen Plock davon. Beide werden am heutigen Montag genauer untersucht.

• Die Schlussleute der Melsunger präsentierten sich in erstaunlicher Frühform. Bei Turnieren in den vergangenen Jahren hätten Roth und sein Co-Trainer Mile Malesevic den Schweden Johan Sjöstrand im Finale zur Pause nicht ausgewechselt. Jetzt können sie dies bedenkenlos tun, weil sich Sjöstrand und Neuzugang Nebojsa Simic gut ergänzen. Der Montenegriner, der am Samstag gegen Ystad 20 Würfe parierte, kam mit dem Skandinavier zusammen auf 18 Paraden. „Beide sind in überragender Form“, lobte Malesevic. Dabei hatte Roth im Finale einiges probiert und im Zentrum einer 5:1-Deckung mit Danner, Johannes Golla und Marino Maric operiert.

Statistiken

MT Melsungen - Ystads IF 34:26 (19:12). MT: Sjöstrand, Simic - Maric 3, Kühn 7/1, Lemke 1, Golla 3, Reichmann, Mikkelsen 3/1, Boomhouwer 5, Schneider, Allendorf 2, Jaanimaa 7, M. Müller, Haenen 3.

MT Melsungen - SC Magdeburg 31:30 (16:13). MT: Sjöstrand, Simic - Maric 2, Kühn 9, Golla, Reichmann 10/4, Mikkelsen 1, Danner 2, Boomhouwer, Schneider 2, Allendorf 1, Jaanimaa 1, M. Müller 3, Haenen.

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