MT-Jungprofi darf voraussichtlich auch nicht für Rimpar ran

Was ist denn da los? Melsungens Backs im Pokal wohl nicht dabei

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In Rodgau nur als Zuschauer dabei: Melsungens Handballer Fin Backs, der ein Zweitspielrecht für MT-Pokalgegner Rimpar besitzt. 

Kassel. Der mit einem Zweitspielrecht für den DJK Rimpar Wölfe ausgestattete Melsunger Handball-Jungprofi Fin Backs darf wohl beim Pokal-Auftakt weder für die eine noch für die andere Mannschaft spielen. 

Als im Juni die Auftaktrunde im DHB-Pokal gelost wurde, wusste Handballer Fin Backs nicht so genau, ob er nun lachen oder weinen sollte. Denn die Auslosung hatte ergeben, dass Bundesligist MT Melsungen im Halbfinale des Auftaktturniers am 17./18. August in Rodgau auf den DJK Rimpar Wölfe trifft. Und: MT-Jungprofi Backs ist mit einem Zweitspielrecht für den fränkischen Zweitligisten Rimpar ausgestattet.

„Eine komische Situation, wenn du gegen deinen eigentlichen Verein spielen musst“, sagt der Junioren-Nationalspieler. Nun deutet allerdings einiges daraufhin, dass er am kommenden Wochenende weder für die MT noch für Rimpar auflaufen wird. Was ist denn da los?

„Wir werden darauf hinwirken, dass er gegen uns nicht zum Einsatz kommt“, erklärt Melsungens Manager Axel Geerken. Was keineswegs mit den vorhandenen Qualitäten des 21 Jahre alten Linksaußen zu tun hat. „Wir haben keine Riesenangst vor ihm“, sagt Geerken augenzwinkernd.

Es gibt für diese Pläne einen profanen Grund: Sollten die Nordhessen wie erhofft erfolgreich durch den Pokal-Wettbewerb marschieren und möglicherweise bis zum Final Four in Hamburg kommen, könnte die MT noch für zusätzliche personelle Alternativen dankbar sein. Zum Beispiel dann, wenn sich einer der beiden etatmäßigen Linksaußen Yves Kunkel und Michael Allendorf schwerer verletzen sollte. Bei einem Einsatz am Samstag gegen Melsungen wäre Backs für die MT in dieser Pokal-Saison nicht mehr spielberechtigt. Sein Name darf bei Rimpar nicht einmal auf dem Spielberichtsbogen auftauchen.

„Ich gehe ganz entspannt mit dieser Situation um“, bemerkt der Jungprofi. Er stellt sich darauf ein, dass er in Rodgau als Zuschauer dabei sein wird. MT-Coach Heiko Grimm, der am Samstag auch nicht mit dem gebürtigen Hann. Mündener plant, drückt es positiv aus: „Fin kann es als großen Vertrauensbeweis betrachten, dass wir ihn im Pokal nicht dem Gegner überlassen.“

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