Melsunger Handballer starten in drei Wettbewerben

MT Melsungen vor Saison 2019/20: Hoffen auf einen schwungvollen Tanz

Handball-Bundesligist MT Melsungen startet am Sonntag in die Saison. Wir werfen einen Blick auf den Kader formulieren sieben Wünsche für das Team.

Mit dem Top-Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt beginnt für die MT Melsungen am Sonntag die Saison in der Handball-Bundesliga. Anwurf in der heimischen Rothenbach-Halle ist um 16 Uhr. Für die Partie gibt es nur noch wenige Karten. Kein Wunder. Schließlich gastiert der Meister in Kassel, außerdem wird der Mannschaft von Trainer Heiko Grimm in dieser Spielzeit einiges zugetraut.

Die Vorfreude ist groß. Genau wie die Erwartungen. Erstmals seit drei Jahren tanzen die Nordhessen wieder auf drei Hochzeiten – Meisterschaft, DHB- und Europapokal. Und Spieler wie Fans hoffen, dass dieser Tanz zum einen möglichst lang andauert und zum anderen schwungvoll über die Bühne geht. Daran hat der Trainer mit seiner Mannschaft in der sechswöchigen Vorbereitung gearbeitet. Heißt: Ein großer Schwerpunkt lag auf dem schnellen Umschaltspiel.

Mit Kai Häfner hat sich der Klub einen namhaften Akteur geangelt. Der Nationalspieler wird im rechten Rückraum vom zweiten Neuzugang Stefan Salger unterstützt. Ansonsten kann Grimm auf ein eingespieltes Team bauen. Und natürlich gibt es vor einer Saison den einen oder anderen Wunsch. Das wünschen wir der MT:

1. Weniger Verletzungspech 

Im Dezember 2018 stellte sich die Melsunger Mannschaft praktisch von selbst auf. Zeitweise fielen mit Julius Kühn, Marino Maric, Michael Müller, Michael Allendorf, Domagoj Pavlovic und Timm Schneider sechs wichtige Akteure aus. Zurzeit sind alle Spieler fit. Es ist der Mannschaft zu wünschen, dass das so bleibt.

2. Platzende Knoten

Die erste Saison von Pavlovic bei der MT lässt sich unter einem Begriff zusammenfassen: Seuchenjahr. Erst fand der Kroate schwer rein, dann war er ewig verletzt. Dabei bringt der Spielmacher alles mit, um eine gute Ergänzung zu Lasse Mikkelsen zu sein. Es liegt aber auch an Grimm, einige Prozent aus dem einen oder anderen Spieler herauszukitzeln. Zu den Aufgaben des Trainers gehört es, Neuzugang Salger und Youngster Dimitri Ignatow noch ein Stück besser zu machen.

3. Mehr Konstanz 

Es ist seit Jahren dasselbe Lied: Die Melsunger kommen schwungvoll daher, können dieses Niveau aber nicht über mehrere Spiele halten – teilweise schicken die Nordhessen die eigenen Fans während einer Partie durch ein Wechselbad der Gefühle. Mehr Konstanz ist vonnöten.

4. Zuverlässiges Navi

In neun europäischen Ländern war die MT schon für den EHF-Cup unterwegs – von der portugiesischen Metropole Lissabon bis hin zur slowakischen Kleinstadt Presov war alles dabei. Wenn die Melsunger die Qualifikationsrunde im November meistern, können sie sich auf drei weitere Ziele freuen – im Februar beginnt die Gruppenphase. Dann wäre ein zuverlässiges Navigationsgerät unverzichtbar.

5. Volle Ränge

Der Saisonrekord stammt aus der Spielzeit 2017/18: 4168 Fans kamen im Schnitt in die Rothenbach-Halle. In der abgelaufenen Serie wurden 3979 Besucher ermittelt. Die Vorzeichen sind gut, dass die MT-Heimspielstätte einige Male aus allen Nähten platzen wird. Sonntag geht es schon mal sehr gut los.

6. Zündender Turbo

Das MT-Motto lautet „60 Minuten Vollgas“. Insofern besteht die Hoffnung, dass die Handballer regelmäßig den Turbo zünden, und das über die volle Distanz. Das entsprechende Personal für ein temporeiches Spiel hat Grimm zur Verfügung. Wichtige Voraussetzung: Technische Fehler müssen minimiert werden.

7. Symbolische Trikots

Seit dieser Saison ziert der Kasseler Himmelsstürmer das MT-Heimtrikot. Ein Zeichen für die Verbundenheit zur Region und zum Spielort. Zudem hätten Fans und Spieler sicher nichts dagegen, wenn das Wahrzeichen als gutes Omen für die Saison herhält – und die MT in höhere Tabellenbereiche stürmt. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.