Zehn Reichmann-Tore

MT Melsungen unterliegt Flensburg 25:30 - Fehlstart verhindert nächste Gala

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Tobias Reichmann: Seine Tore reichten nicht.

Kassel. Dem Handball-Fest gegen Kiel folgten ähnlich glanzvolle 30 Minuten gegen die SG Flensburg-Handewitt. Doch dabei gab es ein Problem: Den Zeitpunkt.

Als die MT Melsungen Am Donnerstagabend endlich auf Augenhöhe agierte und nun auch dem Vizemeister einen engagierten, offenen Schlagabtausch bot, war die Partie angesichts eines 8:15-Rückstandes nach 26 Minuten bereits entschieden. Und so hat es die MT auch im zehnten Anlauf nicht geschafft, ein Heimpiel gegen Flensburg zu gewinnen. 25:30 (11:16) verloren die Nordhessen scließlich in der ausverkauften Rothenbach-Halle und kassierten die erste Heimniederlage.

Gegen den weitaus konzentrierter und entschlossener auftretenden Vizemeister konnte die MT zunächst überhaupt nicht an die glanzvolle Partie gegen Kiel anknüpfen. Das Fehlen von Schneider und den Müller-Brüdern im Rückraum war nicht zu kompenseren. Fahrkarten im Abschluss und Abspielfehler zuhauf bescherten den Flensburgern mit dem Abwehrbollwerk um Karlsson und Toft Hansen allzu leichtes Spiel.

Und in der Defensive fanden die Melsunger nicht zum großartig-zupackenden Spiel wie gegen Kiel. Abgezockt, routiniert und konsequent zog die SG ihre Offensive auf und sorgte rasch für zunächst klare Verhältnisse. Bis zum 3:3 nach sieben Minuten nur war die MT gleichauf, danach zogen die Gäste ebenso stetig wie unbeirrt davon. Das zunächst variabel-effektive Kreisläuferspiel der Hausherren mit Maric, Golla und Einläufer Reichmann verpuffte mehr und mehr. Auch das Bestreben von Trainer Roth, die Spielerwechsel beim Umschalten von Abwehr auf Angriff fruchtete nicht. Nach 14 Minuten nahm er beim Stand von 5:9 eine erste Auszeit. Vergebens.

Flensburg dominierte auch weiterhin klar. Als Lauge Schmidt mit seinem fünften Treffer das 14:7 erzielte (23.), war eine Vorentscheidung schon gefallen.

Immerhin: Mit drei Treffern in Folge sorgte Tobias Reichmann dann nicht nur für Schadensbegrenzung bis zur Pause (11:16), der Europameister legte nach dem Wechsel auch noch nach. Drei weitere Tore des Rechtsaußen bei seinem besten Auftritt im MT-Trikot bislang sowie ein Erfolg von Finn Lemke zum 15:18 (38.) ließen plötzlich Hoffnung keimen. Sollte diese MT doch noch aufschließen, die Favoriten in die Bredouille bringen?

Lauge Schmidt überragt

Tatsächlich stieg nun auch die Flensburger Fehlerquote deutlich an und die MT witterte Morgenluft. Zumal nun auch Julius Kühn seinen schwachen Auftritt der ersten Halbzeit vergessen machte. Das Melsunger Aufbäumen endete erst nach 60 Minuten. Aber angeführt von ihrem überagenden Spielmacher Rasmus Lauge Schmidt, der inbesondere von der schwachen rechten Melsunger Abwehrseite nie zu stoppen war, hielt Flensburg dagegen - und die Hausherren auf Distanz.

Beim 22:17 (45.) war der Favorit wieder fünf Tore vorn und ließ nun nichts mehr anrbrennen. Auch wenn die Melsunger alles versuchten und alles gaben - dieser Gegner war nach ihrem Fehlstart nicht mehr in die Knie zu zwingen. Auch wenn Tobias Reichmann mit insgesamt zehn Treffern begeisterte, auch wenn im Endspurt die Kreisläufer Marino Maric (2) und Johanes Golla (1) noch die Bilan auffrischten.

MT-Handballer kassieren gegen Flensburg zweite Saisonniederlage

 © Schachtschneider
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