Handball-Bundesliga

Zu schwach aus dem Rückraum: MT Melsungen verliert beim SC Magdeburg 27:31

Handball-Bundesliga SC Magdeburg - MT Melsungen Kai Häfner
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Kein Durchkommen: Kai Häfner bleibt an der Magdeburger Deckung hängen.

Handball-Bundesligist MT Melsungen verlor beim SC Magdeburg 27:31. Damit warten die Melsunger in dieser Serie weiter auf einen Sieg gegen ein Top-Team der Klasse. 

Kassel - „Da war mehr drin“, sagte Felix Danner nach der Schlusssirene. Der Kreisläufer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen gehörte mit sieben Treffern zu den besten Werfern seines Teams, musste mit seiner Mannschaft aber dennoch eine 27:31 (13:15)-Niederlage beim SC Magdeburg hinnehmen. Damit warten die Melsunger in dieser Serie weiter auf einen Sieg gegen ein Top-Team der Klasse.

„Ich bin mit unserem Kampfgeist zufrieden“, bilanzierte MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson, „unsere mangelnde Effektivität im Rückraum hat dem Gegner die Gelegenheit gegeben, Gegenstöße zu laufen.“ Ein gutes Dutzend Gegentreffer kassierten die Melsunger aus Kontern des SCM.

Melsunger Rechtsaußen: Timo Kastening.

Der Auftakt war aus Melsunger Sicht ganz passabel. Bis zum 3:1 war schon zweimal Felix Danner vom Kreis erfolgreich. Das dritte Tor ging auf das Konto von Rechtsaußen Timo Kastening, der sich über die gesamten 60 Minuten ein kleines Privatduell mit Magdeburgs starkem Torwart Jannick Green lieferte.

In der Abwehr entschied sich MT-Coach Gudmundur Gudmundsson für eine 6:0-Deckung – zunächst mit Danner und Finn Lemke im Zentrum. Allerdings rissen die Gastgeber immer wieder Lücken in die Melsunger Deckung. So hatte die Führung der Nordhessen nicht lange Bestand. Zumal der Rückraum der Gäste nicht wie erhofft zum Abschlusskam. Julius Kühn blieb in Halbzeit eins ohne Torerfolg.

Die MT nutzte ihre Stärke über die Außen. Kai Häfner setzte wiederholt Kastening ein, der bis zur Pause zwar auch vier Chancen vergab, aber eben auch sieben Tore erzielte – also mehr als der gesamte Rest des Melsunger Teams.

Die Magdeburger leisteten sich weniger Fehlwürfe als der Tabellenneunte. Dabei parierten die MT-Schlussleute Nebojsa Simic und Silvio Heinevetter je einen Siebenmeter in Halbzeit eins. Doch insgesamt war SCM-Tormann Green eindeutig besser.

Zudem zeigten sich die Hausherren in den entscheidenden Situationen clever. Bezeichnend: Kurz vor dem Wechsel hatte der SCM noch neun Sekunden für einen Angriff. Und dann gelang es der Mannschaft noch, durch Christian O’Sullivan zum 15:13 zu treffen.

Immerhin: Zur Pause war aus MT-Sicht immer noch alles drin. Es war allerdings auch klar, dass es ohne gelungene Abschlüsse aus dem Rückraum schwer werden würde. Die zweite Halbzeit ging vielversprechend los. Heinevetter parierte einen Siebenmeter von Tim Hornke, und der starke Danner verkürzte auf 14:15 (33.).

In der Folgezeit schafften es die Nordhessen aber erst einmal nicht, den SCM ins Grübeln zu bringen. Bei Kühn lief es auch weiterhin nicht nach Wunsch. Gudmundsson versuchte es deshalb oft mit Youngster Ole Pregler im linken Rückraum.

In der 42. Minute betrug der Rückstand bereits fünf Treffer (42.). Michael Damgaard überlistete die Gäste mit einigen ansatzlosen Distanzwürfen. „Magdeburg hatte einige entscheidende Paraden. Die haben uns gefehlt“, resümierte Danner.

Erst in der Schlussviertelstunde fanden die Melsunger, die sich nie aufgaben und in der Abwehr fortwährend um Stabilität bemüht waren, wieder bessere Lösungen in der Offensive. Was auch durch die vielen unterschiedlichen Torschützen deutlich wurde: Danner, Kastening, Michael Allendorf, Lemke, Häfner und Spielmacher Domagoj Pavlovic brachten die MT heran.

Es gab sogar die Möglichkeit, auf 27:28 heranzukommen. Lemke lief einen Tempogegenstoß, scheiterte aber an Green. Und ehe sich die Gäste versahen, waren sie auch wegen einiger technischer Fehler auch wieder mit vier Toren im Hintertreffen (26:30).

Eklatant war dann der Versuch, mit einem zusätzlichen Feldspieler eine Chance zu kreieren. Ein Querpass landete auf der Tribüne (58.). (Björn Mahr)

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