Handball

MT Melsungen vor Gastspiel in Ludwigshafen: Druck und Gegner unter Kontrolle halten

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Mit der MT nach Ludwigshafen: Linksaußen Michael Allendorf. ARCHIVFoto: DIETER SCHACHTSCHNEIDER

Die Handballer der MT Melsungen erwarten am Donnerstag um 19 Uhr bei den Eulen Ludwigshafen einen heißen Tanz. Beim Bundesliga-Letzten, der noch immer auf den Relegationsplatz hofft.

„In diesem Spiel ist viel Druck auf dem Kessel.“ Dieser eine Satz von Kapitän Finn Lemke reicht aus, um zu wissen, dass die Handballer der MT Melsungen am Donnerstag um 19 Uhr bei den Eulen Ludwigshafen einen heißen Tanz erwarten müssen. Beim Bundesliga-Letzten, der nur zwei Saisonsiege gegen Leipzig und Lemgo sowie drei Unentschieden zubuche stehen hat? Ja! Denn das Schlusslicht hofft noch immer auf den Relegationsplatz.

Die Vergangenheit

Friedrich-Ebert-Halle – da war doch was, oder? Im November 2010 beendete die MT dort eine beispiellose Niederlagenserie. Nach einem Fehlstart mit 0:24 Punkten holte die MT bei der TSG Friesenheim mit einem 29:28-Zittersieg die ersten Punkte. In der Schlussekunde parierte die damalige Melsunger Nummer eins Mario Kelentric einen Siebenmeter. „Bei uns sind alle danach sofort auf das Feld gestürmt“, erinnert sich Linksaußen Michael Allendorf, genauso wie Kreisläufer Felix Danner damals schon bei der MT unter Vertrag. „Nur unser Betreuer Sandor Balogh nicht“, fügt Allendorf hinzu, „der notierte in aller Seelenruhe die Parade des Torwarts in der Statistik.“

Es war nicht nur der erste Melsunger Sieg damals in der Saison, sondern auch der Premierensieg des ehemaligen Trainers Michael Roth. Noch siebenmal trafen beide Vereine seitdem in Liga und Pokal aufeinander: Der Sieger hieß immer Melsungen. Auch im Hinspiel diesmal behauptete sich die MT – 30:26.

Die Gegenwart

Personell gibt es bei der MT keine Änderungen gegenüber dem Samstag-Sieg gegen Minden. „Aber vielleicht rotieren wir auf einzelnen Positionen, um möglichst viel Frische ins Spiel zu bringen“, erklärt Trainer Heiko Grimm. Auch bei Domagoj Pavlovic hat sich seither nichts verändert. „Domba ist gesund, aber noch nicht zu 100 Prozent fit. Es fehlt ihm noch an Dynamik und der letzten Konsequenz.“ Also, sagt Grimm, „werden wir situationsbedingt gemeinsam entscheiden, wann Pavlovic sein Comeback gibt.“

Der kroatische Mittelmann ist einer, der helfen kann, die Last auf mehr Schultern zu verteilen. Denn gerade die zweite Halbzeit gegen Minden bewies, dass der überragende Lasse Mikkelsen angesichts der vielen Einsätze sein Topniveau nicht über 60 Minuten halten kann. Grimms Vorgabe: „Statt Hektik wollen wir Kontrolle über Spiel, Gegner und Druck. Über 60 Minuten. Dafür müssen alle ran.“

Die Zukunft

Mit Beginn des Monats Mai müssen die Melsunger Handballer auch die Stimmen ölen – es stehen mehrere Geburtstage demnächst an. Am 13. Mai wird Yves Kunkel 25 Jahre alt, Lasse Mikkelsen (19.5.) und Tobias Reichmann (27.5.) werden jeweils 31.

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