MT Melsungen will gegen Stuttgart Traumstart perfekt machen

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So wollen ihn die MT-Fans heute in der Rothenbach-Halle sehen: Linksaußen Jeffrey Boomhouwer jubelt über einen Treffer.  

Kassel. Gegen Berlin zwei Punkte. In Leipzig gewonnen. In Eisenach ebenfalls. So erfolgreich haben die Handballer der MT Melsungen noch nie eine Bundesliga-Saison begonnen.

Am Mittwochabend wollen sie gegen Aufsteiger TVB Stuttgart den vierten Sieg im vierten Spiel landen und den Traumstart perfekt machen. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr.

Worauf es ankommt

• Faktor Boomhouwer: Weil Michael Allendorf wegen einer Oberschenkelverletzung zuschauen muss, besetzt Jeffrey Boomhouwer die Position auf Linksaußen. „Er ist in guter Form. Im Angriff habe ich da keine Bedenken“, sagt MT-Trainer Michael Roth. Das wird der Niederländer gern hören. Mit seinem Turbospiel hat er bereits in der Vergangenheit die Melsunger Fans begeistert. „Ich freue mich auf diese Partie“, sagt Boomhouwer. Er hofft darauf, dass gleich die ersten Aktionen gelingen. „Ich muss geduldig sein und auf gute Chancen warten.“ Diesen Vorsatz kann sich die komplette MT-Truppe auf die Fahne schreiben.

• Faktor Abwehr: Der Ausfall von Allendorf ist deshalb so bitter, weil damit „eine taktische Variante in der Abwehr verloren geht“, sagt Roth. Zuletzt funktionierte die 5:1-Deckung vor allem dank Allendorfs Einsatz als Spitze so einwandfrei. „Wir haben diese Formation nun mit mir probiert“, berichtet Boomhouwer. Eine weitere Alternative ist denkbar. Kreisläufer Marino Maric wäre ebenfalls ein Kandidat für diese Aufgabe.

• Faktor Selbstbewusstsein: Drei Siege in drei Spielen - logisch, dass die Melsunger vor Selbstvertrauen strotzen. Das Geheimnis der Erfolgsserie beschreibt Boomhouwer so: „Selbst wenn es nicht so gut läuft wie zuletzt in Eisenach, bleiben wir cool und geraten nicht in Stress. Das ist der Unterschied zu früher.“ Einen ähnlich selbstbewussten Auftritt fordert der 27-Jährige auch gegen Stuttgart.

• Faktor Aufsteiger: Der TVB ist nun der dritte Aufsteiger in Folge, mit dem es die MT zu tun bekommt. Die Schwaben seien euphorisiert, sagt Roth, und eine eingespielte Mannschaft. Auf sein Team käme viel Arbeit zu. „Aber natürlich sind wir Favorit.“ Weil das Auftaktprogramm vergleichsweise leicht ist, würden sie nicht auf die Tabelle schielen, verrät Boomhouwer. Der Linksaußen spricht von einer Momentaufnahme. Gleichwohl sei die weiße Weste eine feine Sache. „Zu gewinnen macht immer mehr Spaß. Wir stehen gut da. Und wir wollen den Acht-Punkte-Start.“

• Faktor Heimspiel: Nach zwei Einsätzen in der Fremde spielt die MT wieder vor eigenem Publikum. Boomhouwer hofft, dass dank des Laufs der eine oder andere Zuschauer mehr in die Halle kommt. Gegen Berlin zum Auftakt sei die Stimmung prima gewesen. „Heute müssen auch die Fans wieder Gas geben“, sagt der Niederländer. Davon kann er ausgehen. Schließlich wollen alle einen Traumstart erleben.

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