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MT Melsungen will gegen TBV Lemgo Lippe die Talfahrt beenden

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Von: Manuel Kopp

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Sie wollen endlich wieder siegen: Melsungens Co-Trainer Arjan Haenen (rechts) und Coach Roberto Garcia Parrondo haben mit der MT heute den TBV Lemgo Lippe zu Gast.
Sie wollen endlich wieder siegen: Melsungens Co-Trainer Arjan Haenen (rechts) und Coach Roberto Garcia Parrondo haben mit der MT heute den TBV Lemgo Lippe zu Gast. © Andreas Fischer

Es ist schon lange her, dass die Handballer der MT Melsungen einen Sieg in der Bundesliga bejubelten. Am 3. April gewannen die Nordhessen in Lübbecke 31:23 – danach folgten fünf Niederlagen. Auch wenn die Personalsituation weiter extrem angespannt ist, soll heute (19.05 Uhr, Rothenbach-Halle) im vorletzten Heimspiel der Saison gegen den TBV Lemgo Lippe die Durststrecke beendet werden.

„Für viele bei uns ist es ein normales Bundesliga-Spiel, für mich ist es natürlich immer etwas Besonderes“, sagt Co-Trainer Arjan Haenen zum Duell mit dem TBV. „Ich war ja lange dort, mit einigen aktuellen Spielern habe ich damals noch zusammengespielt“, sagt der 34-Jährige, der von 2009 bis 2016 als Profi in Lemgo spielte.

Natürlich kennt der Melsunger Co-Trainer den Gegner sehr gut: „Sie sind eine Mannschaft, die niemals aufgibt. Lemgo hat eine gute Mischung zwischen Jung und Alt. Außerdem sind sie sehr unberechenbar, wir müssen immer hellwach sein“, sagt Haenen.

In dieser Saison ist es das dritte Duell zwischen den Nordhessen und den Lippern. In der Bundesliga gab es zum Saisonauftakt ein 26:26. Im Viertelfinale des DHB-Pokals unterlagen die Melsunger in Lemgo 24:28. Zudem ist bei der MT das verlorene Endspiel gegen den TBV im Final Four in der Spielzeit zuvor noch nicht in Vergessenheit geraten. „Bei Lemgo haben wir natürlich noch das Pokalfinale und das Viertelfinale in dieser Saison im Hinterkopf. Wir wollen zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte MT-Linksaußen Yves Kunkel, der in Magdeburg wieder auf der Rückraum-Mitte aushelfen musste, vor Kurzem. „Das ist der eine Aspekt. Der andere ist, dass wir nach der letzten deutlichen Heimniederlage gegen Hannover bei den Fans Wiedergutmachung betreiben müssen“, sagt Haenen. Na klar, am besten gelingt dies mit einem Sieg.

Aufgrund der personellen Lage wird das aber nicht einfach. Auch Haenen kann sich nicht an eine vergleichbare Situation in seiner Laufbahn erinnern: „Es ist schon schlimm – vor allem, weil mehrere Spieler lange Zeit ausfallen.“ Neben den Langzeitverletzten Timo Kastening, Finn Lemke und Elvar Örn Jonnsson fehlten mit Domagoj Pavlovic und Marino Maric beim Auswärtsspiel in Magdeburg zwei weitere Spieler aus dem Profikader. Immerhin gab Andre Gomes dort ein vielversprechendes Comeback. Während bei Maric nun eine Chance auf die Rückkehr besteht, fällt Pavlovic wohl weiter aus. Und so werden auch gegen Lemgo wieder einige Melsunger Talente im Kader stehen.

Für Haenen gibt es heute auch ein Wiedersehen mit TBV-Trainer Florian Kehrmann, mit dem er früher in Lemgo das Rechtsaußen-Duo bildete. Außerdem war der Weltmeister von 2007 dort noch ein Jahr lang sein Trainer. Übrigens: Neben Haenen und Kehrmann war auch Melsungens Trainer Roberto Garcia Parrondo früher ein Rechtsaußen. Sind Spieler auf dieser Position später automatisch gute Trainer? „Das ist Zufall“, sagt Haenen und schmunzelt.

Aber hätte er gedacht, dass sein ehemaliger Rechtsaußen-Partner mal ein so guter Trainer wird? „Es ist auf jeden Fall nicht so, dass sehr gute Handballer später immer auch sehr gute Trainer werden. Aber es gibt derzeit einige, die zeigen, dass es geht. Und da gehört auch Flo dazu“, sagt Haenen. (Manuel Kopp)

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