25:26 in Hamburg verloren

„Erst mal sauer und enttäuscht“ - MT Melsungens Kastening erkennt trotz Niederlage beim HSV Weiterentwicklung

MT-Rechtsaußen Timo Kastening, hier im Spiel beim HSV.
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MT-Rechtsaußen Timo Kastening, hier im Spiel beim HSV.

Handball-Bundesligist MT Melsungen verlor am Sonntag 25:26 beim HSV Hamburg. Wir blicken auf die Leistungen der MT im Monat November und auf das, was im Dezember kommt.

Kassel - Der Monat November endete für die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen so, wie er auch begonnen hatte: mit einer Niederlage. Da es aber für das Team von Coach Roberto Garcia Parrondo zwischendurch drei wichtige Siege gegen den TVB Stuttgart, den SC DHfK Leipzig und die Rhein-Neckar Löwen zu bejubeln gab, war die 25:26-Niederlage am Sonntag beim HSV Hamburg etwas leichter zu verkraften.

„Natürlich sind bei uns alle erst mal sauer und enttäuscht, dass wir in Hamburg eine Niederlage kassiert haben. Wir waren nicht gut genug, und wir haben nur durch unsere eigenen Fehler verloren“, analysierte Rechtsaußen Timo Kastening treffend. Tatsächlich leisteten sich die Gäste einige haarsträubende Fehlpässe, die der HSV zu leichten Toren aus dem schnellen Gegenstoß nutzte.

Der 26-Jährige betont aber auch: „Es ist bei uns eine Weiterentwicklung erkennbar. Wir haben uns unter Roberto in der Abwehr stabilisiert und schenken ein Spiel nicht mehr so einfach her.“ Dass die MT aber vielleicht noch einmal einen gebrauchten Tag erlebt wie vor drei Wochen gegen Minden, mag er auch nicht für alle Zeiten ausschließen. Klar, die Mannschaft ist nach wie vor noch dabei, die Defizite aus den vergangenen Jahren in den Griff zu bekommen. Die unter Parrondo-Vorgänger Gudmundur Gudmundsson entstandene Verunsicherung lässt sich auch nicht mal eben mit ein paar Videositzungen aus den Köpfen der Spieler verbannen.

MT-Profi Michael Allendorf.

In der Tabelle verpassten die Nordhessen mit der knappen Niederlage in Hamburg die Chance, noch näher an die Europapokalplätze heranzurücken. Kastening stellt allerdings klar: „Wir haben gegen die Löwen mit Glück gewonnen, jetzt haben wir unglücklich gegen den HSV verloren. Es hätte auch ganz anders laufen können.“

Im Dezember bestreitet die MT noch sechs Pflichtspiele. Nach dem Hessenderby am Sonntag ab 16 Uhr bei der HSG Wetzlar warten noch das Pokal-Heimspiel gegen den Bergischen HC (15. Dezember) sowie die Liga-Einsätze in Balingen (9.12), gegen den HC Erlangen (19.12.), in Flensburg (22.12.) und in Berlin (27.12.).

Wie nahezu alle Auswärtsspiele dieser Saison wird auch die Begegnung in Wetzlar für Linksaußen Michael Allendorf, dessen Laufbahn im nächsten Sommer endet, keine Partie wie jede andere. Mit dem feinen Unterschied, dass er ja 2010 von der HSG zur MT gewechselt war. „Ich habe gute Erinnerungen an die Rittal-Arena. Aber der Auftritt ist gerade noch weit weg“, sagt Allendorf. Noch emotionaler wird es für ihn im letzten Saison-Heimspiel – dann treten die Wetzlarer in Kassel an, was für ihn eine besondere Situation sein wird: „Meine Profikarriere ging praktisch in Wetzlar los, und mit einem Spiel gegen die HSG endet sie.“

Erst mal werden sich er und seine Kollegen nach einem trainingsfreien Montag ab heute daran machen, die Niederlage vom Sonntag aufzuarbeiten. „Ich gehe dennoch mit einem guten Gefühl in die Woche, weil wir Fehler gemacht haben, die vermeidbar gewesen wären“, erklärt Allendorf. „Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen die Vorgaben nur besser umsetzen.“ Ein Ziel für den Monat Dezember. (Björn Mahr)

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