Spielmacher wird morgen 33 Jahre alt

MT Melsungen: Lasse Mikkelsens Geburtstag und eine harte Woche

Dynamisch: MT Melsungens Lasse Mikkelsen (beim Wurf).
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Dynamisch: Melsungens Lasse Mikkelsen (beim Wurf).

Handball-Bundesligist MT Melsungen gastiert am Mittwoch beim Bergischen HC. An dem Tag also, an dem Spielmacher Lasse Mikkelsen Geburtstag feiert. Wir blicken nicht nur wegen ihm auf dänische Bundesliga-Profis.

Kassel – Nein, eine ganz normale Woche ist es für Lasse Mikkelsen nicht. Der Rückraumspieler muss mit Handball-Bundesligist MT Melsungen von morgen bis zum Pfingstmontag gleich drei Auswärtsspiele absolvieren. Der Däne wird mit seinen Kollegen in den kommenden Tagen mehr Zeit im Hotel als in den eigenen vier Wänden verbringen. Was auch bedeutet, dass er seinen 33.

Geburtstag nicht im Kreise seiner Familie feiern kann. Denn statt Kerzenausblasen und Kuchenessen steht morgen ab 20.30 Uhr (Sky) die wichtige Partie in Solingen beim Bergischen HC auf dem Programm.

„Das ist kein Problem. An meinem 18. Geburtstag habe ich sogar mal mit der dänischen Junioren-Nationalmannschaft ein Länderspiel gegen Deutschland absolviert“, erinnert sich der schlaksige Mittelmann schmunzelnd.

Immerhin kommt Mikkelsen über Pfingsten seiner Heimat etwas näher – bei zwei Einsätzen in Schleswig-Holstein. Am Samstag ab 20.30 Uhr gastieren die Nordhessen beim Spitzenreiter THW Kiel, zwei Tage später geht es zu dessen Verfolger SG Flensburg-Handewitt (Montag, 18.30 Uhr, Flens-Arena). Das heißt für ihn: Er trifft etliche Landsleute.

Wir blicken deshalb heute auf die Dänen in der 1. Bundesliga.

Kieler Torwart: Niklas Landin.

Die Vergangenheit: Dänische Handballer prägen schon seit langer Zeit die höchste deutsche Klasse. Nur zwei Beispiele: Bereits vor 40 Jahren wechselte Erik Veje Rasmussen erstmals in die Bundesliga – er heuerte zunächst beim TuS Nettelstedt an. Später wurde er mit dem VfL Gummersbach und Tusem Essen unter anderem Deutscher Meister. Unvergessen ist auch, wie Nikolaj Jacobsen, inzwischen dänischer Nationaltrainer, zwischen 1998 und 2004 im Trikot des THW Kiel glänzte.

„In Dänemark wird sehr großen Wert auf die handballerische Ausbildung gelegt“, sagt Mikkelsen, „das hat sich vor allem in den letzten 15 Jahren gezeigt.“ Ein Ereignis hebt der Melsunger dabei hervor: den EM-Triumph 2008.

Die Gegenwart: Ein Blick in die Kader der Bundesligisten beweist: Dänen spielen nicht nur bei den Top-Klubs eine große Rolle. Von 20 Mannschaften hat die Hälfte mindestens einen Dänen im Aufgebot. So setzen die Kieler auf die Brüder Niklas und Magnus Landin. Die Flensburger bauen auf Simon Hald, Lasse Svan, Mads Mensah und Lasse Möller. Ebenfalls vier Dänen im Team hat Berlin: Johan Koch, Jacob Holm, Lasse Andersson und Hans Lindberg. Beim SC Magdeburg mischen Jannick Green und Michael Damgaard mit, die Rhein-Neckar Löwen haben Niclas Kirkelökke. Dazu kommen: Mikkelsen (Melsungen), Patrick Wiesmach, Martin Larsen (beide Leipzig), Jacob Bagersted, Tobias Ellebaek (beide Göppingen), Johan Hansen (Hannover-Burgdorf) und Mike Jensen (Balingen).

Flensburger Angreifer: Mads Mensah Larsen.

Die Zukunft: Zur nächsten Saison dürfen sich die Handball-Fans auf weitere interessante Profis aus Dänemark freuen. Dazu gehören die WM-Entdeckunge Magnus Saugstrup, der aus Aalborg nach Magdeburg wechselt, und Emil Jakobsen. Der Torjäger aus Gudme verstärkt Flensburg-Handewitt. Die Norddeutschen holen zudem Torwart Kevin Möller aus Barcelona zurück. In Göppingen freuen sich die Verantwortlichen auf den talenten Jon Andersen (aus Sonderjyske). Bei der MT wird voraussichtlich kein Däne mehr spielen. Nach HNA-Informationen wird Mikkelsen bereits im Sommer Melsungen verlassen und in seine Heimat zurückkehren. (Björn Mahr)

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