Bundesliga: Melsunger in Flensburg – Spielmacher Vuckovic fällt aus

Gegen Flensburg: MT setzt auf das Prinzip Hoffnung

MT Melsungen spielt gegen Flensburg

Kassel. Beim Gedanken an die Begegnung bei der SG Flensburg-Handewitt hat Felix Danner gemischte Gefühle. Einerseits freue er sich auf dieses Spiel, sagt der Kreisläufer der MT Melsungen: „Aber andererseits haben wir da fast immer schlecht ausgesehen.“

Keine Frage, der heimische Handball-Bundesligist tritt am Samstag ab 19 Uhr bei seinem Angstgegner an – zumal die Nordlichter das einzige Bundesliga-Team sind, gegen das die Nordhessen noch nie in einem Pflichtspiel gewonnen haben. Von daher setzt die MT in der Flens-Arena auf das Prinzip Hoffnung. Oder wie es Danner ausdrückt: „Irgendwann ist jeder Gegner mal fällig.“ Allerdings gibt’s schon vor dem Anwurf einen herben Dämpfer: Spielmacher Nenad Vuckovic fällt wegen einer Sehnenverletzung im Fuß aus. Somit hat Michael Roth vier Verletzte zu beklagen.

Außer Vuckovic fehlen Patrik Fahlgren, Malte Schröder und Michael Allendorf. Deshalb blickt der MT-Trainer ziemlich nüchtern auf dieses Spiel. Roth sagt: „Es müssen schon Weihnachten, Ostern und Pfingsten zusammenfallen, damit es für uns positiv ausgeht.“ Aber natürlich gäbe es ein wenig Hoffnung. Der Handballlehrer spricht von Gesetzmäßigkeiten: „Ich bin als Trainer etwa 20-mal dahin gefahren und 20-mal wieder zurück – jedes Mal ohne Punkte.“

Und angesichts der personellen Situation seien die Chancen auf eine Überraschung in Flensburg rapide gesunken. In die psychologische Trickkiste hat Roth demnach umso tiefer gegriffen. Er hat seine Jungs an den Dezember 2012 erinnert. Damals reiste die MT ebenfalls in den Norden – und bezwang den scheinbar unschlagbaren THW Kiel in dessen Halle. „Krasser Außenseiter“ Beim Blick auf die Tabelle ist die Versuchung groß, von einem Spitzenspiel zu reden. Doch die Melsunger bewerten ihre makellose Punkte-Ausbeute durchaus realistisch. „Erstens ist das nur eine Momentaufnahme.

Und zweitens hat es der Spielplan bis jetzt gut mit uns gemeint“, sagt Danner, der sein Team als krassen Außenseiter bezeichnet. Besonders vor der „knüppelharten Abwehr“ der Flensburger und dem schwedischen Schlussmann Mattias Andersson hat der 30-Jährige gehörigen Respekt. Darüber hinaus warnt der Kreisläufer vor den Tempogegenstößen des Titelanwärters. Er denkt dabei an die wieselflinken Außen Anders Eggert und Lasse Svan.

„Wenn die beiden Fahrt aufnehmen, liegst du ruckzuck fünf, sechs Tore hinten. So schnell kannst du gar nicht gucken.“ Wie diese Konter zu verhindern sind, wissen die Melsunger sehr wohl. Sie dürften nicht ins offene Messer laufen, sagt Danner, und die eigene Fehlerquote müssten sie so gering wie möglich halten. Die zahlreichen Fehler aus dem Stuttgart-Spiel hat die MT jedenfalls analysiert.

Und ganz so schwarz sieht Danner die Reise nach Flensburg dann doch nicht. „Wir sind stabiler als früher. Selbst wenn es mal nicht so gut läuft, geht ein Ruck durchs Team“, sagt er. Da ist es wieder, das Fünkchen Hoffnung.

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