Interview

MT-Talente bei Junioren-WM: „Das Halbfinale ist auf jeden Fall drin“

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Große Vorfreude: Dimitri Ignatow hat die Knieprobleme überwunden. Foto: Dieter Schachtschneider

Die Handballprofis Dimitri Ignatow und Fin Backs von der MT Melsungen spielen mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der Junioren-WM in Spanien. 

Erster Gegner ist heute ab 14 Uhr (live bei Eurosport) Argentinien.

Ihre Melsunger Handball-Kollegen weilen im Trainingslager in Esslingen. Für die MT-Handballprofis Dimitri Ignatow und Fin Backs wird es dagegen jetzt schon ernst. Das Duo tritt mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der Junioren-WM in Spanien an. Erster Gegner ist heute ab 14 Uhr (live bei Eurosport) Argentinien.

Setzt auf eine gewisse Lockerheit: Fin Backs (hier im deutschen Trikot). 

Am Sonntag flog das Team von Frankfurt in die portugiesische Metropole Porto, von dort ging es mit dem Bus weiter nach Pontevedra in Spanien. Ein weiterer Austragungsort ist Vigo – dort findet auch am 28. Juli das Finale statt. Wir haben mit Ignatow und Backs über die Ambitionen der DHB-Auswahl gesprochen.

Melsunger Flügelzange begeistert bei der Junioren-WM – wie klingt das in Ihren Ohren?

Fin Backs: Klingt gut, aber ich hoffe, dass bei uns alle Spieler das Turnier nutzen und durchstarten werden.

Dimitri Ignatow: Die Vorfreude ist natürlich riesig. Je näher der Start rückt, desto größer wird die Anspannung.

Mit welchen Ambitionen reisen Sie nach Spanien?

Ignatow: Wir haben keine leichte Gruppe erwischt und schauen erst einmal nur von Spiel zu Spiel.

Backs: Unser erstes Ziel ist es, gut durch die Gruppenphase zu kommen. Wenn wir die K.o.-Spiele erreicht haben, können wir uns mit den weiteren Aufgaben beschäftigen. Das Halbfinale ist auf jeden Fall drin.

Dimitri, Sie waren zuletzt angeschlagen. Was macht das lädierte Knie?

Ignatow: Leichte Schmerzen habe ich noch. Aber das ist auszuhalten.

Deutsche U21-Nationalmannschaften haben in der Vergangenheit schon einige Erfolge vorweisen können. Wie viel Druck verspüren Sie?

Backs: Gar keinen. Wir sollten uns auch selbst nicht so unter Druck setzen, sondern mit einer gewissen Lockerheit in das Turnier gehen.

Ignatow: Wir haben mit Martin Heuberger einen erfahrenen Trainer. Du merkst als Spieler, dass er schon einiges erlebt und Medaillen mit nach Hause gebracht hat. Er weiß genau, was uns erwartet. So kann er uns etwas von der durchaus üblichen Nervosität nehmen.

Welche Teams sind besonders hoch einzuschätzen?

Ignatow: Frankreich, Spanien, Portugal und natürlich Europameister Slowenien.

Backs: Bei den Junioren ist gefühlt jedes Team zu außergewöhnlichen Leistungen imstande.

In der Vorrundengruppe warten mit Dänemark und Norwegen zwei Teams, die den Männerbereich zurzeit dominieren.

Backs: Die Dänen zählen bei den Junioren auch zu den Topmannschaften und sind noch etwas höher einzuschätzen als die Norweger.

Mit wie viel Unterstützung rechnen Sie vor Ort?

Backs: Unsere Freundinnen werden bei einigen Spielen dabei sein. Dazu kommen Familien und Freunde. Zwischen den Spielen und Trainingseinheiten bleibt etwas Zeit, um sich mal zum Kaffeetrinken zu treffen.

Ignatow: Es wird schön sein, auch mal andere Gesichter zu sehen und nicht über Handball sprechen zu müssen.

Ihre MT-Teamkollegen sind zurzeit im Trainingslager kräftig am Schwitzen.

Backs: Wir hatten auch schon eine Vorbereitung. Die ging zwar nicht so lang, wir haben aber ebenfalls etliche Läufe absolviert.

Ignatow: Ich habe während der Pause sogar mit Julius Kühn ein paar Runden gedreht.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von den MT-Vereinskameraden?

Ignatow: Zum Trainingsauftakt habe ich bei den Jungs einmal vorbeigeschaut. Alle haben uns viel Glück gewünscht. Sie wollten wissen, wer alles aus der Bundesliga dabei sein wird, und haben versprochen, dass Sie sich die Fernsehübertragungen ansehen werden.

Hinweis: Eurosport zeigt etliche Spiele live im Fernsehen – darunter nahezu alle Partien mit deutscher Beteiligung.

Die Personen

Dimitri Ignatow (20) stammt aus Kasachstan, wuchs aber in Fuldabrück auf. Über die Stationen TSG Dittershausen und Eintracht Baunatal kam der Rechtsaußen zur MT Melsungen. Ignatow ist bei Kerstin in festen Händen. Fin Backs (21) ist gebürtig aus Hann. Münden. Das Handball-Einmaleins erlernte er bei der JSG Münden/Volkmarshausen. Der Linksaußen steht im MT-Kader, ist aber mit einem Zweitspielrecht für den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe ausgestattet. Seine Freundin heißt Mira.

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