Melsunger Handballer am Sonntag gegen Bietigheim

MT Melsungen: Fast ein ganzes Team in der Reha

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Seite an Seite in physiotherapeutischer Behandlung: Die MT-Spieler (von links) Marino Maric, Michael Allendorf, Julius Kühn und Finn Lemke mit den Therapeuten (hinten von links) Admir Imsirovic und Florian Maienschein sowie (Mitte) Mischa Seifert. 

Einige Profis des Handball-Bundesligisten MT Melsungen stecken noch mitten in Reha-Maßnahmen. Wir haben sie bei ihrer Aufbauarbeit besucht. 

Ganz nah kann Julius Kühn in diesen Wochen nicht an der Mannschaft sein. Der Torjäger des Bundesligisten MT Melsungen leidet immer noch unter den Folgen eines Kreuzbandrisses und ist weit davon entfernt, wieder ins Handball-Training einzusteigen. Einige seiner Kollegen sieht er wegen des unsäglichen Verletzungspechs des Teams in dieser Saison dennoch regelmäßig – in den Praxisräumen des MT-Kooperationspartners Rehamed in Kassel. „Es sollen aber bitte nicht noch mehr werden“, erklärt Kühn schmunzelnd.

Zuletzt blühte bisweilen der Flachs, weil ein halbes Dutzend Melsunger Profis zur selben Zeit an der Rückkehr arbeitete. „Wir haben schon an die Rehamed-Allstars gedacht“, sagt Michael Allendorf. Neben Kühn und Allendorf sind in dieser Woche noch Marino Maric und Finn Lemke zur physiotherapeutischen Behandlung im ambulanten Rehabilitationszentrum von Sascha und Mischa Seifert. Zum Heimspiel am Sonntag ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen die SG BBM Bietigheim könnten aber Linksaußen Allendorf (Knieschmerzen) und Kapitän Lemke zumindest auf der Ersatzbank Platz nehmen. „Spätestens in Göppingen bin ich hoffentlich wieder dabei“, betont Lemke, den Schulterprobleme zu schaffen machen. Am 24. Februar treten die Melsunger bei den Schwaben an.

So schnell wird es bei Domagoj Pavlovic noch nicht gehen. Der Kroate darf nach überstandener Knöchelfraktur jetzt schon mit hallenspezifischem Training beginnen – für ihn sind die Reha-Maßnahmen abgeschlossen. Erst im März kann der Rückraumakteur wieder mitmischen – im Gegensatz zu seinem Landsmann Marino Maric. „Die Räume im Rehamed sind für mich fast wie ein zweites Zuhause geworden“, bemerkt der Kreisläufer lachend. Ende November verletzte sich der Kroate schwer an der Bizepssehne, voraussichtlich erst im April ist er wieder einsatzbereit. So wird er noch einige Zeit mit Kühn in Kassel-Wilhelmshöhe am Comeback arbeiten.

„Es ist schon schön, wenn man einige Kollegen in dieser Phase um sich herum hat“, sagt Kühn. Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch kann dies nur unterschreiben: „Die Jungs sollen sich ruhig gegenseitig anspornen.“

Dr. Gerd RauchMelsungerTeamarzt

Drei bis vier Stunden täglich verbringen die pausierenden Spieler in einer Reha, die extra für Profisportler konzipiert wurde. Es geht nicht nur darum, verletzte Arme und Beine aufzubauen, sondern auch den Rumpf zu stabilisieren. „Der gute Fitnesszustand muss erhalten bleiben“, stellt Rauch fest. Bis der Spieler letztlich wieder eingesetzt werden kann, stehen laut Sascha Seifert erst einige Prüfungen an: Rückkehr in den Sport, Rückkehr ins Spiel und schließlich Rückkehr in den Wettkampf. Nach erfolgreicher Reha werden sich die MT-Melsungen-Profis in die Obhut des Athletiktrainers Florian Sölter begeben.

Allendorf wird heute erstmals unter voller Belastung mit dem Team trainieren. Wenn er keine Schmerzen verspüren sollte, kann er gegen Bietigheim in den Kader rücken – und braucht nicht hinter der Bank neben Kühn zu sitzen. 

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