„Die müssen wir weghauen“

Europacup: MT benötigt für Viertelfinal-Einzug Sieg über die Finnen von Cocks

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Blickt zuversichtlich der Partie gegen Cocks entgegen: Dener Jaanimaa.

Kassel. In die Rückseite der Melsunger Europacup-Trikots ist nicht nur die deutsche Fahne eingearbeitet. Ganz klein taucht dort auch das Motto der MT-Handballer für diese Saison auf: 60 Minuten Vollgas.

Samstag ab 19.30 Uhr wäre es besonders wichtig, wenn sich die Spieler des Bundesligisten an diese Vorgabe halten. Denn es geht im letzten Gruppenspiel des EHF-Pokals gegen den finnischen Vertreter Riihimäki Cocks um den Einzug ins Viertelfinale.

„Cocks müssen wir weghauen. Das können wir, wenn wir richtig guten Handball spielen“, sagt Linkshänder Dener Jaanimaa. Fünf Fakten zum Spiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Nordeuropa:

• Mit einem Sieg ist Melsungen sicher weiter. Wenn die MT gewinnt, hat sie acht Zähler auf dem Konto. Damit würde das Team mindestens zu den drei besten Gruppenzweiten gehören, die sich für die Runde der letzten Acht qualifizieren. Sollten die Nordhessen doppelt punkten und der Tabellenerste Benfica Lissabon parallel in Pamplona bei Helvetia Anaitasuna verlieren, würde Melsungen aufgrund des direkten Vergleichs mit den Portugiesen an die Spitze rücken. Das hätte den Vorteil, dass der MT voraussichtlich ein Kräftemessen mit einem der beiden Bundesligisten aus Berlin und Magdeburg erspart bleiben würde. Göppingen steht als Gastgeber des Final Four am 20./21. Mai bereits im Halbfinale.

• Die MT nimmt den Kontrahenten sehr ernst. „Wir haben in der Gruppenphase noch keine Mannschaft unterschätzt“, stellt der erfahrene Philipp Müller klar. Als zusätzliche Warnung dient das Hinspiel Mitte Februar, als die Melsunger nur dank einer feinen Einzelleistung von Momir Rnic 29:28 in Finnland gewannen. Manager Axel Geerken machte schon unmittelbar nach dem 33:30-Erfolg am Mittwoch in der Liga gegen die TSV Hannover-Burgdorf deutlich, dass das Team den Fokus behält: „Der Sieg heute war ein schöner Schritt. Aber Samstag müssen wir den nächsten machen.“

• Die Gäste werden nicht im Vorbeigehen zu bezwingen sein. Zwar muss Riihimäki ohne den finnischen Nationalspieler Robin Sjöman sowie Andrei Kaliarovich auskommen, der Kader von Cocks ist aber dennoch in der Breite gut besetzt. „Es ist enttäuschend, dass wir alle Spiele verloren haben“, sagt Manager Tommi Lindroos, „wir haben aber der Handball-Welt gezeigt, dass wir zu recht dabei sind.“ Im Hinspiel bereiteten vor allem Rückraumschütze Nico Rönnberg (8) und der russische Torwart Vitali Shitsko der MT einiges Kopfzerbrechen.

• Die personelle Situation entspannt sich weiter. Das Wichtigste: Johan Sjöstrand steht nach einem Migräne-Anfall wieder zur Verfügung und im Tor. Wegen einer leichten Fußverletzung musste der Schwede am Freitag allerdings das Training auslassen. Trainer Michael Roth hofft, dass der in dieser Saison von Verletzungen gebeutelte Felix Danner zur Stabilität beiträgt: „Felix stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Er muss jetzt mental noch stärker werden.“ Neben Gabor Langhans und Marino Maric fehlt noch Torjäger Johannes Sellin. „In Coburg am 15. April bin ich wieder dabei“, verrät der Rechtsaußen.

• Die Zuschauer werden ein wichtiger Faktor sein. Schon in vielen Partien waren die Fans wie ein achter Mann für das MT-Team. 2000 Karten setzte Melsungen im Vorverkauf ab. Die Tageskasse öffnet um 18 Uhr.

Live aus der Rothenbachhalle

Die Partie im EHF-Cup zwischen der MT und Riihimäen können Sie im Radio auf hna.de verfolgen. Jens Nähler meldet sich ab 19.30 Uhr aus der Rothenbach-Halle.

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