Mittwoch in Eisenach

DHB-Pokal: Ex-MT-Torwart Musil hat noch nicht genug

Jubelpose: Radek Musil (hier noch im MT-Dress) will mit dem ThSV überzeugen. Foto: Hahn/nh
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Jubelpose: Radek Musil (hier noch im MT-Dress) will mit dem ThSV überzeugen.

Eisenach/Melsungen. Im November dieses Jahres wird er 40 - selbst für einen Handball-Torwart ein stolzes Alter. „Ich fühle mich noch gut und will unbedingt noch ein paar Jahre dran hängen“, sagt Radek Musil.

Wo, das kann der frühere Nationalspieler nicht sagen. Denn sein aktueller Arbeitgeber, der Zweitbundesligist ThSV Eisenach, hat in dieser Woche bestätigt, dass der Vertrag mit dem Tschechen nicht mehr verlängert wird. So beginnt mit dem DHB-Pokalviertelfinale am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) in der restlos ausverkauften Werner-Assmann-Halle gegen seinen früheren Klub MT Melsungen seine Abschiedstournee bei den Thüringern.

Natürlich für ihn kein Spiel wie jedes andere, auch wenn er ab 2004 lediglich noch mit drei Akteuren aus der derzeitigen Melsunger Mannschaft bei der MT zusammengespielt hat: Grigorios Sanikis, Savas Karipidis und Nenad Vuckovic. Doch auch Daniel Kubes, einst Teamkollege in der tschechischen Auswahl und bei Dukla Prag, ist ihm bestens bekannt. Und der Kontakt in die Bartenwetzerstadt besteht nach wie vor. Landsmann Petr Hruby, mittlerweile in der Melsunger Reserve aktiv, und Predrag Kontic sind längst gute Freunde von ihm. Mit den Nordhessen stieg Musil 2005 in die 1. Liga auf und trug danach dazu bei, dass sich die Mannschaft in der Beletage etablierte.

„Ich will in Deutschland bleiben“, betont Musil. Am liebsten sogar in dieser Region, weil seine Kinder in Eisenach zur Schule gehen und seine Frau am Fuße der Wartburg einen Job ausübt. Ein Einstieg ins Trainergeschäft ist nicht geplant, obwohl er einmal pro Woche die ThSV-Nachwuchstorleute unter seinen Fittichen hat. Die werden am Mittwoch wieder Anschauungsunterricht nehmen, wenn ihr Übungsleiter im Pokal-Einsatz ist.

„Unsere einzige Chance liegt im Heimvorteil“, erklärt der Routinier, „wir sind heiß und unsere 3000 Fans auch.“ Eine gute Leistung von ihm gegen den Ex-Verein wäre eine prima Gelegenheit, um sich für andere Klubs interessant zu machen.

Von Björn Mahr

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