Melsunger Handballer am Sonntag in Minden

Nach Müller-Schock: So kann MT Melsungen den Ausfall kompensieren

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Steht der MT vorerst nicht zur Verfügung: Melsungens Routinier Michael Müller. 

Den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen steht eine intensive Woche bevor – drei Spiele in acht Tagen. Und als ob dies nicht schon hart genug wäre, muss das Team nun auch noch einen wichtigen Mann ersetzen.

Rückraumstratege Michael Müller erlitt am Mittwoch während eines Athletik-Trainings einen Mittelfußbruch und fällt voraussichtlich acht Wochen aus. Damit verpasst der Halbrechte unter anderem die Partie am Sonntag ab 16 Uhr bei GWD Minden sowie den Pokalschlager am Dienstag ab 20 Uhr bei der HSG Wetzlar.

Der Ausfall

Bei einer Übung blieb Müller an einer kleinen Hürde hängen – und stürzte. Zunächst machten er selbst, seine Kollegen und auch Physiotherapeutin Jenny Bajerke noch Witze. Als der 34-Jährige dann aber aufstehen wollte, fuhr ihm der Schreck in die Glieder. „Das tat mehr weh, als ich gedacht habe“, berichtet Müller. Das Lachen verging ihm schnell. Nachdem der Fuß geröntgt war, gab es die bittere Diagnose.

„Wir hoffen, die Verletzung auf diesem Weg ohne Operation in den Griff zu bekommen. Das wird sich aber erst nach weiteren zwischenzeitlichen Untersuchungen zeigen“, erklärt Dr. Gerd Rauch. Bereits heute möchte sich der Mannschaftsarzt das Bein des Routiniers erneut anschauen.

Exakt vor einem Jahr war Müller schon einmal außer Gefecht gesetzt. Damals hatte er sich bei einem Roller-Unfall eine komplizierte Knöchelverletzung im rechten Bein zugezogen. Diesmal ist es der linke Fuß. Jetzt muss er wieder einen Spezialschuh tragen. Falls möglich, möchte er seine Kollegen schon in Wetzlar moralisch unterstützen.

Der Ersatz

Für Müller muss der Däne Simon Birkefeldt ran. „Dies ist eine Chance für Simon“, betont Trainer Heiko Grimm. Der Neuzugang deutete schon ein ums andere Mal an, wie wertvoll er für die MT sein kann. „Er kann die Lücke schließen“, fügt Kreisspieler Felix Danner hinzu. Zumal Birkefeldt auch in der Deckung eine Option ist.

Einst zusammen bei der MT: Anton Mansson (links) und Felix Danner. 

Allerdings bieten sich den Melsungern taktisch wie personell noch weitere Möglichkeiten an. So können beispielsweise Rechtsaußen Tobias Reichmann und Mittelmann Timm Schneider auf die halbrechte Position rücken. Zudem ist ein System mit zwei Kreisläufern (Danner und Marino Maric) immer eine sinnvolle Alternative.

Der Terminplan

Sonntag in Minden, Dienstag in Wetzlar und am 21. Oktober noch in eigener Halle gegen den Bergischen HC – das Programm der MT vor der Länderspielpause ist recht umfangreich. „Wir Handballer spielen lieber, als dass wir trainieren“, freut sich Danner auf die anstehenden Aufgaben. Auch Grimm blickt positiv nach vorn: „Wir haben die Chance, drei wichtige Spiele zu gewinnen.“ Die Nordhessen starteten mit einem 25:22-Erfolg gegen Göppingen in den Oktober.

Anders als in der Vorwoche, als die MT zehn Tage spielfrei hatte und die Intensität in den Übungseinheiten erhöhte, achtet der Coach in der Vorbereitung auf den Doppelpack in Minden und Wetzlar darauf, dass seine Akteure mit den Kräften etwas haushalten.

Das Minden-Spiel

„Minden hat zuletzt einen guten Eindruck gemacht. Dort stimmt die Form“, warnt Grimm. . Das Paradestück ist der Rückraum mit Regisseur Dalibor Doder sowie den Halben Marian Michalczik und Christoffer Rambo, der jüngst seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre verlängerte. „Die Mindener treten sehr launisch auf. Wir müssen ihnen die Freude nehmen“, sagt Danner.

Die Grün-Weißen stehen bei 8:8 Punkten – haben damit zwei Zähler weniger auf dem Konto als ihr nächster Gast. „Wir haben unsere Pflichtaufgaben gemeistert“, stellt der Ex-Melsunger Anton Mansson fest, „gegen die MT Melsungen können wir befreit aufspielen.“ Zuletzt fiel Mansson wegen einer Grippe für zwei Spiele aus. Gegen seinen früheren Klub wäre er gern dabei. Ein Wiedersehen mit Michael Müller wird es dann aber definitiv nicht geben.

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