Nach dem HC-Schützenfest: Auf die zweite Reihe der MT ist Verlass

Sieben Tore: MT-Rechtsaußen Christian Hildebrand. Foto:  Fischer

Kassel. Die MT hat einen Lauf. Mit dem 40:28-Schützenfest gegen den Bergischen HC stellte der Handball-Bundesligist unter Beweis, „dass die Mannschaftsteile immer besser zusammenwachsen“.

So formuliert es zumindest Michael Roth zufrieden nach dem Spiel. Was den Melsunger Trainer besonders freute: erstens, die lang ersehnte Selbstverständlichkeit war da; zudem trumpfte die zweite Reihe auf. Ein Überblick:

Jeffrey Boomhouwer: Beim holländischen Neuzugang hat es am Samstag in Rothenbach-Halle tatsächlich Boom gemacht. Nach einer Viertelstunde kam der Linksaußen für Michael Allendorf (Rückenprobleme) ins Spiel und fügte sich mit einem Doppelschlag zum 12:6 und 13:6 (18.) gleich prima ein. Mit acht Toren war die Frohnatur am Ende bester Melsunger Werfer. „Es hat heute richtig Spaß gemacht“, sagte der 26-Jährige freudestrahlend.

Das aus der jüngsten Siegesserie gewonnene Selbstvertrauen führte Boomhouwer als Grund für den überragenden Auftritt an. Konzentration und Geduld auf der einen Seite, „außerdem haben wir eine unglaubliche Energie an den Tag gelegt und den Gegner kaum Luft zum Atmen gelassen“, bilanzierte der Niederländer, der mit seiner eigenen Leistung natürlich zufrieden war. Boomhouwer sagte: „Ich habe meine Chance genutzt.“

Christian Hildebrand: Wenn er gebraucht wird, ist er zur Stelle. „Auf Hilde ist immer Verlass“, sagte Trainer Roth über seinen Rechtsaußen, der für den grippegeschwächten Johannes Sellin zum Einsatz kam. Vor allem bei Tempogegenstößen bestach der Linkshänder mit stoischer Ruhe. „Ich bin ja nicht mehr der Jüngste. Da verliert man nicht so schnell die Nerven“, sagte Hildebrand (28) augenzwinkernd und krönte seine Leistung mit sieben Toren.

Sowohl bei der Mannschaft als auch bei ihm habe fast alles funktioniert. Dass die Gäste offen gedeckt haben, „hat uns in die Karten gespielt. Außerdem stand unsere Abwehr wie eine Eins, so kamen wir zu schnellen Toren“, sagte Hildebrand. Auf jeden Fall hat sich der Rechtsaußen für weitere Aufgaben empfohlen. „In der Situation als zweiter Mann steckt keiner gern. Heute habe ich das Beste daraus gemacht.“

Marino Maric: Dass seine Formkurve stetig ansteigt, stellte Marino Maric erneut unter Beweis. Das Zusammenspiel mit den Kollegen lief wie am Schnürchen, und vor dem Tor präsentierte sich der kroatische Kreisläufer eiskalt. Sein Heber zum 22:11 (28.), den er im Fallen erzielte, ging gut und gern als spektakulärster Treffer des Abends durch. „Ich fühle mich pudelwohl, es läuft immer besser“, sagte Maric.

Pudelwohl fühlte sich ebenfalls Malte Schröder, obwohl der dreifache Torschütze, der mit seinem wuchtigen Treffer zum 40:28 den Schlusspunkt setzte, ein wenig ratlos dreinblickte. Kollege Boomhouwer feixte schon: „Vielen Dank an Malte. Wer die 40 vollmacht, muss einen ausgeben.“ Das Bierchen dürfte allen geschmeckt haben.

Von Robin Lipke

MT schlägt den Bergischen HC

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