Knaller am Mittwoch

Nach Sieg gegen Lübbecke: MT fit für Flensburg

Gut drauf: Melsungens Nenad Vuckovic überzeugte gegen Lübbecke im Angriff und in der Abwehr. Foto:  Fischer

Kassel. Der Knaller am Mittwoch gegen die SG Flensburg-Handewitt kann kommen. Die MT Melsungen zeigte sich beim Sieg gegen Lübbecke bestens gerüstet für das Topspiel.

Nicht nur die Fans blickten schon voraus. Auch die Spieler des Handball-Bundesligisten MT Melsungen hatten nach dem 32:24-Sieg gegen TuS N-Lübbecke den Kracher am kommenden Mittwoch im Kopf. Dann gastiert das Topteam der SG Flensburg-Handewitt ab 19.45 Uhr in der bereits ausverkauften Rothenbach-Halle. Der beherzte Auftritt am Samstag erweckt den Eindruck, dass die MT fit ist für die anstehende Hammeraufgabe. Was gegen Lübbecke positiv auffiel:

Die Körpersprache: Den MT-Spielern war die Erleichterung anzusehen. Nach zwei Wochen Pause hatten hinter der Form noch Fragezeichen gestanden - die lösten sich aber schnell auf. Vom ersten Moment an stimmte die Körpersprache. „Das war wichtig“, sagte Nenad Vuckovic, „vor allem für unsere Fans. Zuletzt gegen Balingen waren wir zu Hause nicht so souverän.“ Gegen Lübbecke ließen alle Melsunger keinen Zweifel daran, wer Herr im Haus war. Beweglich, giftig, gallig - vor allem die Abwehr strahlte eine enorme Stärke aus.

Die Formkurven: Fehlender Spielrhythmus hin oder her - die Pause scheint gutgetan zu haben. Europameister Johannes Sellin war nicht zu bremsen und ist pünktlich zum Topspiel in bester Torlaune. Beim zuletzt etwas müde wirkenden Marino Maric zeigte die Formkurve ebenfalls nach oben. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte der Kreisläufer. Er habe die Pause für sich genutzt. Vuckovic auch. „Ich hab mit Vollgas trainiert“, sagte der Routinier. Weil Timm Schneider wegen Leistenproblemen geschont wurde, bekam Vuckovic erstens viel Einsatzzeit und zweitens ein dickes Lob vom Trainer. „Nenad hat ein klasse Spiel gemacht, vor allem in der Deckung“, sagte Michael Roth.

Die Varianten: Die MT präsentierte sich am Samstag variantenreich. Mal mit Jeffrey Boomhouwer als Linksaußen, mal mit zwei Kreisläufern, erst mit Momir Rnic, dann mit Vuckovic im Rückraum - für Lübbecke war es schwer, sich auf die MT einzustellen. Und ganz nebenbei erhielt der eine oder andere Spieler auf diese Weise eine zusätzliche Pause. Vuckovic sagte: „Das kann gegen Gegner wie Flensburg, die hohes Tempo gehen, von Vorteil sein.“

Das Tempo: Darüber freute sich Roth besonders. „Wir hatten ein super Tempo nach vorn“, sagte der MT-Trainer. Gerade in der ersten Phase der zweiten Hälfte, als Torwart René Villadsen besser ins Spiel fand, rollte die erste Welle. Passend, dass der gut aufgelegte Boomhouwer den Schlusspunkt nach einem Konter setzte. Der eingewechselte Keeper Maurice Paske hatte blitzschnell reagiert und den Niederländer auf die Reise geschickt. Boomhouwer sagte: „Gleich zu Beginn hab ich zwei Dinger verworfen. In der zweiten Hälfte lief es dann richtig gut.“

Die Zuschauer: Der Gegner Tabellenletzter, draußen bestes Grillwetter - trotzdem kamen mehr als 4000 Zuschauer in die Rothenbach-Halle. „Auch am Mittwoch muss das hier ein Hexenkessel sein“, sagte Roth. Regisseur Patrik Fahlgren blickte ebenfalls voraus: „Ist doch schön“, sagte der Schwede, „dass die MT am Saisonende ein Spitzenspiel bestreitet.“ Das hat es tatsächlich noch nie gegeben.

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