Wiedersehen mit Flippi

Nationalspieler Philipp Weber mit Leipzig morgen Gast der MT Melsungen

Kollegen in der Nationalmannschaft: Philipp Weber (rechts) und Timo Kastening.
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Kollegen in der Nationalmannschaft: Leipzigs Philipp Weber (rechts) und Melsungens Timo Kastening.

In der Handball-Bundesliga empfängt die MT Melsungen am Donnerstag ab 19 Uhr den SC DHfK Leipzig. Bei den Gästen spielt mit Philipp Weber der Regisseur der deutschen Nationalmannschaft - aber nur noch bis zum Sommer.

Kassel – „Er ist ein super Entscheidungsspieler“, sagt Melsungens Rechtsaußen Timo Kastening. Über wen? Über Philipp Weber, seinen Kollegen in der Handball-Nationalmannschaft. Dreieinhalb Wochen nach dem deutschen Ausscheiden bei der WM in Ägypten stehen die beiden Profis am morgigen Donnerstag ab 19 Uhr (Sky) wieder gemeinsam auf einem Feld – allerdings für verschiedene Teams.

Denn Mittelmann Weber gastiert zum Bundesliga-Punktspiel mit dem SC DHfK Leipzig bei der MT Melsungen.

Das war im Januar: Leipzigs Philipp Weber (links) und Melsungens Julius Kühn sitzen im Flugzeug Richtung Ägypten.

Dabei ist es Webers letzte Saison bei den Sachsen. Im Sommer kehrt der 28-Jährige zum SC Magdeburg zurück, für den der gebürtige Schönebecker schon in der Jugend spielte und bei dem er den Sprung in den Profibereich schaffte. Seit 2013 spielte „Flippi“, wie der Rückraumakteur von seinen Teamkameraden gerufen wird, fast ununterbrochen für die Leipziger – nur in der Serie 2016/17 ging er für die HSG Wetzlar erfolgreich auf Torejagd.

„Flippi hatte durch seine Klasse in 1:1-Situationen schon immer eine außergewöhnliche Qualität. In der Spielführung hat er sich aber noch einmal sehr weiterentwickelt“, lobt SC-Sportkoordinator Philipp Müller den Regisseur. Der Ex-Melsunger Müller war in der Spielzeit 2019/2020 noch ein Mannschaftskamerad des torgefährlichen Strategen.

In dieser Saison wurde Weber von Vereinstrainer André Haber eher notgedrungen von Halblinks auf die Mitte beordert. Denn über weite Strecken fehlten verletzungsbedingt Luca Witzke sowie der inzwischen nach Minden gewechselte Maximilian Janke. „Ich habe mich mit der Rolle sehr gut angefreundet“, In den vergangenen Jahren wurde Weber zunehmend wichtiger für die Leipziger. Bevor er in diesem Januar seinen WM-Einstand feierte, sammelte er schon bei zwei Europameisterschaften wichtige Erfahrungen. „Ich hatte eine sehr, sehr gute und eine sehr, sehr schlechte EM“, sagt Weber rückblickend. Beide Turniere haben ihm für seine persönliche Entwicklung geholfen: „Ich bin jetzt einige Schritte weiter.“

Während der Weltmeisterschaft in Ägypten gehörte Weber zu den positiven Erscheinungen in der DHB-Auswahl. Nicht zuletzt das Zusammenspiel mit dem Melsunger Kai Häfner war eine Bereicherung für den deutschen Angriff. „Wir haben das in der Kürze der Zeit gut hinbekommen. Das hat mich sehr gefreut“, erklärt Häfner.

Zugleich weiß der MT-Profi auch, was auf seine Klub-Mannschaft morgen zukommt: „Flippi hat das Zepter in der Hand. Es wird eine Mammutaufgabe für unsere Deckung, ihn zu stoppen.“ Umso mehr, weil Weber auch über die zweite Welle mächtig Druck ausübt und nicht selten selbst den Abschluss sucht. Beim hauchdünnen 30:29-Erfolg der Leipziger am Sonntag beim Bergischen HC gelang dem Mittelmann auch der spielentscheidende 30. Treffer. Was Kastenings Einschätzung nur bestätigt. (Björn Mahr)

Jetzt Sportkoordinator in Leipzig: der Ex-Melsunger Philipp Müller.

Hinweis: Die MT berichtet am Donnerstag wieder live aus der Rothenbach-Halle. Unter den Talkgästen wird auch der Ex-Melsunger Philipp Müller sein.

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