Kurz-Einsatz beim Sieg gegen Lübbecke

Neuzugang Andre Gomes gibt sein Bundesliga-Debüt für die MT Melsungen

Sucht den Abschluss: MT-Neuzugang Andre Gomes, hier gegen Lübbeckes Tin Kontrec.
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Sucht den Abschluss: MT-Neuzugang Andre Gomes, hier gegen Lübbeckes Tin Kontrec.

Nach 20 Minuten war es soweit: Andre Gomes betrat zum ersten Mal in der Handball-Bundesliga das Feld. In das rhythmische Klatschen der MT-Fans zur Anfeuerung im Angriff mischten sich Jubelschreie zur Begrüßung.

Kassel - Die Freude auf das Pflichtspiel-Debüt des Neuzugangs beim Heimauftritt der MT Melsungen gegen den TuS N-Lübbecke war auf den Rängen der Rothenbach-Halle zu spüren.

Schon beim Warmmachen vor der Partie waren viele Augen auf den Portugiesen gerichtet. Und auf dem Videowürfel gab es zur Einstimmung noch ein vorab geführtes Interview von MT-Pressesprecher Bernd Kaiser mit ihm. „Ich warte auf diesen Moment, seitdem ich hier bin“, sagte Gomes über sein Debüt.

Als es dann losging, saß der Neuzugang erst einmal auf der Bank. Das verwunderte nicht: Nachdem er sich in der Vorbereitung eine Sehnenentzündung im Fuß zugezogen hatte, muss er schließlich erst langsam herangeführt werden. Als die MT 7:6 führte, machte sich Gomes kurz mit Dehnübungen warm. Eine letzte Absprache mit Domagoj Pavlovic auf der Bank. Dann kam er aufs Feld. Für Julius Kühn agierte Gomes im linken Rückraum. Und der 23-Jährige fügte sich gleich mal gut ein. Mit einem Assist für Pavlovic, der das 8:6 erzielte. Das Gespräch zuvor mit dem Regisseur hatte sich gelohnt. Gomes spielte nur im Angriff, ging in der Abwehr für Arnar Freyr Arnarsson raus. Kurz darauf zeigte der Portugiese zum ersten Mal seine gewaltige Sprungkraft. Nach seinem Wurf lag der Ball im Netz, aber der 23-Jährige hatte Pech: Die Schiedsrichter hatten auf Offensivfoul von MT-Kreisläufer Marino Maric entschieden. Sein erstes Bundesliga-Tor blieb Gomes so verwehrt.

Und so blieb es auch nach der Pause, denn die komplette zweite Halbzeit saß er wieder auf der Bank. „Er braucht noch etwas Zeit, um die Abläufe zu lernen“, begründete MT-Trainer Arjan Haenen, warum er den Portugiesen in der engen zweiten Hälfte nicht mehr brachte. „Aber er muss reinkommen und seine Aktionen haben. Heute geht er mit einem guten Gefühl aus dem Spiel.“

Und das war dem Neuzugang nach der Partie auch anzusehen. „Ich bin glücklich, dass ich gespielt habe und über den Sieg. Dieser ist die Kirsche auf der Torte“, sagte Gomes. Und wie erging es einem zuletzt lädierten Fuß? „Mit dem Fuß hatte ich keine Probleme.“ Vielleicht klappt es dann schon am Donnerstag im Heimspiel gegen Magdeburg auch mit seinem ersten Bundesliga-Tor. (Manuel Kopp und Björn Mahr)

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