„Fühle mich nicht wie ein Neuling“

Neuzugang der MT Melsungen (2): Mit Alexander Petersson kommt viel Erfahrung für den Rückraum

Mit Zuversicht in die neue Saison: Alexander Petersson ist mit 41 Jahren der älteste Feldspieler der Bundesliga und soll den rechten Rückraum der MT verstärken.
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Mit Zuversicht in die neue Saison: Alexander Petersson ist mit 41 Jahren der älteste Feldspieler der Bundesliga und soll den rechten Rückraum der MT verstärken.

Keine Frage, dieser Mann hat viel Erfahrung. Alexander Petersson, 41 Jahre alt, geht in seine 18. Saison in der Handball-Bundesliga – und in die erste für die MT Melsungen.

Kassel – Keine Frage, dieser Mann hat viel Erfahrung. Alexander Petersson, 41 Jahre alt, geht in seine 18. Saison in der Handball-Bundesliga – und in die erste für die MT Melsungen.

Der Isländer spielte schon für Düsseldorf, Großwallstadt, Flensburg-Handewitt, Berlin und fast neun Jahre lang für die Rhein-Neckar Löwen. Wie schnell er sich bei der MT akklimatisiert hat, zeigt folgende Aussage: „Ich fühle mich nicht wie ein Neuling. Schließlich habe ich mit vielen Spielern schon zusammengespielt wie den beiden Isländern und Silvio Heinevetter, die anderen kenne ich aus der Bundesliga.“ Nicht zu vergessen, dass Petersson unter Trainer Gudmundur Gudmundsson bereits bei den Rhein-Neckar Löwen und im isländischen Nationalteam spielte. Sein Coach sagt über ihn: „Er ist ein Kämpfer und ein Riesenathlet. Einer, der immer alles gibt und zuverlässig ist. Ich freue mich, dass er bei uns ist.“

Petersson soll im rechten Rückraum Kai Häfner entlasten, der in der vergangenen Saison nur wenige Pausen bekam. „Er hat eine unglaubliche Qualität – vor allem in der Abwehr“, lobt Häfner seinen neuen Mitspieler und fügt hinzu: „Er ist ein Spieler, von dem man sich früher schon mal etwas abgeguckt hat. Es ist jetzt beeindruckend, was er in seinem Alter auf das Feld bringt.“ Heinevetter, mit dem Petersson einst bei den Füchsen Berlin zusammenspielte, sagt: „Er ist ein ganz ruhiger Typ, ein solider Arbeiter und ein extrem guter Abwehrspieler.“

Petersson, der in der lettischen Hauptstadt Riga geboren wurde und seit 2004 auch die isländische Staatsbürgerschaft besitzt, hat eine Wohnung in der Melsunger Altstadt bezogen. Warum wohnt er nicht in Kassel? „Es ist schön ruhig, ich brauche keine lauten Straßen. Außerdem gefällt mir die Fahrerei im Auto nicht. Ich will zum Training auch mal joggen oder mit dem Fahrrad fahren. Ich nutze die Zeit lieber, um zu regenerieren, anstatt im Auto zu sitzen.“ Seine Frau Eivor und seine beiden Söhne, zwölf und 17 Jahre alt, wohnen weiterhin in der Nähe von Heidelberg. „Für das eine Jahr hätte sich ein Umzug für sie nach Melsungen nicht gelohnt“, sagt Petersson. Die Familie sollte nicht aus ihrem Umfeld gerissen werden. Sein ältester Sohn Lukas ist zudem Fußball-Torwart beim A-Jugend-Bundesligisten TSG Hoffenheim. Getrennt von seiner Familie zu sein, kennt der 41-Jährige aus dem letzten halben Jahr. Im Januar war er von den Löwen nach Flensburg gewechselt. „An freien Tagen fahre ich runter. Das ist jetzt einfacher, immerhin sind es nun nur noch zweieinhalb Stunden mit dem Auto anstatt siebeneinhalb wie von Flensburg aus.“

Mit 41 ist Petersson der älteste Feldspieler der Bundesliga. Wie schafft er es, immer noch topfit zu sein? „Ernährung und Regeneration sind wichtig. Deswegen lese ich darüber auch Bücher. Man muss mehr auf sich selbst schauen als früher“, sagt Petersson. Und wie lange will er noch weiterspielen? „Es ist sehr wahrscheinlich meine letzte Saison – zumindest in Deutschland“, sagt der Rückraumspieler. Der langfristige Plan sei es, dass er mit seiner Frau und dem jüngeren Sohn zurück in die Heimat Island geht. Aber erst mal will er bei der MT „alles geben. Ich will ja später in guter Erinnerung bleiben.“ (Björn Mahr)

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