Nach Fahlgrens Ausfall ist Vuckovic in Friesenheim gefordert

MT Melsungen: Pflichtaufgabe nach der Party gegen Berlin

Als Spielmacher gefordert: Der Melsunger Rückraumspieler Nenad Vuckovic soll in Friesenheim den Ausfall von Patrik Fahlgren kompensieren. Foto: Schachtschneider

Melsungen. Die Frage lautet: Kann die MT Melsungen von einer selbst kreierten Handball-Party auf eine Pflichtaufgabe umschalten, bei der einzig und allein der Sieg zählt?

Die Antwort wird der heimische Handball-Bundesligist am heutigen Samstag (18 Uhr, Friedrich-Ebert Halle geben) bei der TSG Friesenheim geben, nur drei Tage nach dem glanzvollen 21:14-Sieg gegen Berlin.

Für Trainer Roth durchaus eine Gratwanderung: „Klar sind wir Favorit und wollen den Schwung mitnehmen, doch das wir mit Sicherheit ein ganz anderes Spiel.“ Und alles andere als ein Selbstläufer. Denn die Eulen haben in den letzten Partien im Abstiegskampf richtig Boden gut gemacht, im letzten Heimspiel den HSV Hamburg mit 30:23 aus der Halle gefegt und im letzten Auswärtsspiel (26:24) den TuS N-Lübbecke in arge Not gestürzt.

Und das sogar ohne den etatmäßigen Rückraumlinken Gunnar Dietrich, für den der alte Haudegen Stephan Just effektvoll in die Bresche sprang. „Der macht Tore von allen Positionen und aus allen Situationen“, warnt MT-Torwart Mikael Appelgren, zurzeit in Top-Form, seine Vorderleute vor dem 36-jährigen Allrounder.

„Es läuft ganz gut“, freut sich TSG-Trainer Thomas König über den Aufwärtstrend. Und meint besonders die kompakte Abwehr, aus der derzeit Schlussmann Kevin Klier herausragt, der mit seinen Paraden die erste und zweite Welle anschiebt. Im rechten Rückraum hat sich Neuzugang Andrei Criciotoiu nach langer Anlaufzeit freigespielt. Ein Shooter, der von Spielmacher Kogut in Szene gesetzt wird. Dessen Zusammenspiel mit Kreisläufer Erik Schmidt geht ebenfalls als Gefahrenherd für die Melsunger durch.

Also ermahnt Michael Roth seinen Angriff zu höchster Effektivität, wobei dieser den Ausfall von Patrik Fahlgren zu verschmerzen hat, der aufgrund eines Außenbandabrisses im linken Knie wohl für den Rest der Saison ausfällt. „Eine echte Schwächung für uns, denn mit ihm fehlt uns einer der wichtigsten Kreativspieler“, klagt Michael Roth. Ein Verlust, der über den Teamgeist und durch Nenad Vuckovic, den zweiten Spielmacher im Team, kompensiert werden soll: „Er ist nun sicher stärker gefordert.“

Davon unberührt bleibt die Ausgangslage. „Wir haben es in der eigenen Hand, den fünften Platz zu schaffen. Und wollen uns von diesem Weg nicht mehr abbringen lassen“, beteuert Linkshänder Michael Müller.

Dazu bedarf es in Friesenheim keineswegs eines erneuten Spielrausches. Wohl aber einer „ganz konzentrierten Leistung“ (Appelgren), um diesen Trumpf nicht postwendend wieder aus der Hand zu geben.

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