Anwurf in der Kasseler Rothenbachhalle ist um 20.30 Uhr

Emotional wird es erneut: Philipp Müller mit Leipzig heute zu Gast bei der MT Melsungen

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Tränen in den Augen: Philipp Müller war Anfang Juni beim Abschied von der MT sichtlich gerührt.

Bewegend war das. Anfang Juni, als Philipp Müller verabschiedet wurde.  Fünf Monate später kehrt der 35 Jahre alte Handballer zurück nach Kassel und in die Rothenbach-Halle.

Mit dem SC DHfK Leipzig gastiert Müller heute ab 20.30 Uhr zum Bundesliga-Duell bei der MT.

Und Müller, der stets für einen lockeren Spruch zu haben war, ist immer noch der Müller von einst. „Dieses Mal werde ich nicht den Tränen nah sein, keine Sorge“, sagt er augenzwinkernd. Wobei er zugibt, dass es für ihn kein stinknormales Auswärtsspiel ist. Kein Wunder nach sechs Jahren in Nordhessen. 

„Ich habe viel erlebt. Mein Sohn wurde hier geboren. Ich habe geheiratet. Natürlich wird da die Rückkehr für mich sehr emotional“, sagt Müller. Seit seinem Umzug nach Sachsen schaut er zum ersten Mal wieder in Kassel vorbei.

Philipp Müller: Mulmiges Gefühl

Mit Blick auf das Spiel spricht Müller einerseits von einem mulmigen Gefühl. „Am liebsten hätte ich es schon hinter mich gebracht“, sagt er. Die alten Kollegen traf er zwar bereits beim Pokalspiel in Leipzig Anfang Oktober, aber ein Auftritt in Kassel sei schon etwas anderes. Andererseits freut er sich aber auf Bekannte und Freunde. Die haben sich längst angekündigt. Zu ihnen gehört beispielsweise Marco Müller von den Kassel Huskies.

Und natürlich freut er sich auf seinen Kumpel Michael Allendorf. Als die MT vor Kurzem in Leipzig antrat, übernachtete der Linksaußen bei den Müllers. Nun revanchiert sich der Melsunger. Allendorf sagt allerdings: „Es wird kein spezielles Philipp-Müller-Unterhaltungsprogramm geben. Ich denke, dass wir am Sonntag gemeinsam frühstücken. In Leipzig war ich so erkältet, dass ich fast nur auf der Couch gelegen habe.“

Nun ja, das eine oder andere Getränk hat Müller schon eingeplant. „Nur blöd, dass das Spiel so spät ist. Danach bleibt nicht viel Zeit. Sonntagmittag muss ich wieder zurück.“ Ehefrau Katja und Sohn Lasse sind bereits am Freitag angereist. Der Handballer folgt heute mit der Leipziger Mannschaft.

Die befindet sich laut Müller in der schlechteren Ausgangsposition. Nach der derben Pleite in Kiel sei die MT wie ein angeschlagener Boxer. Sie müsse sich jetzt zusammenreißen und gerade vor eigenem Publikum ein anderes Gesicht zeigen. „Für uns wäre es definitiv besser gewesen, wenn die MT in Kiel gut aufgetreten wäre und nur knapp verloren hätte.“ Müller geht davon aus, dass die Nordhessen eine Reaktion zeigen werden wie nach der Balingen-Blamage.

„Neues Spiel und gut ist.“

Was den bisherigen Saisonverlauf des eigenen Teams betrifft, ist der Neu-Leipziger durchaus zufrieden. Angesichts des harten Programms werden die Sachsen laut Müller in den kommenden Wochen sehen, wo sie wirklich stehen. Rhein-Neckar Löwen, Kiel und Hannover heißen die nächsten Gegner. „Wir müssen zu Hause mal einen Großen schlagen“, sagt er.

Aber erst mal geht’s gegen die MT. Und da war doch was im Achtelfinale des DHB-Pokals: die unschöne Szene mit Kai Häfner, die Rote Karte für Müller. Der sagt: „Ich bin danach zweimal zu ihm gegangen und habe mich entschuldigt. Die Zeiten, in denen ich zu wild und manchmal unfair agiert habe, sind lange vorbei.“ Das Thema sei für ihn abgehakt. „Neues Spiel und gut ist.“ Da ist Müller dann ganz emotionslos.

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