Sieggaranten gegen Magdeburg

Philipp Müller und Tobias Reichmann: Ein Duo mit Erfahrung und viel Torgefahr

Verbissene Duelle: Philipp Müller (links) und Gegenspieler Michael Damgaard.

Kassel. Sie waren zwei Sieggaranten ganz unterschiedlicher Art: Der eine brachte Erfahrung und Emotionen in die Partie, der andere sorgte für die wichtigen Tore.

Philipp Müller und Tobias Reichmann spielen wichtige Rollen beim umkämpften Melsunger Erfolg gegen Magdeburg. Müller stand erstmals nach seiner Schulterverletzung wieder in der Startaufstellung. Der 33-Jährige verteidigte anstelle von Youngster Johannes Golla im Mittelblock. „Wahrscheinlich wollte der Trainer gegen diesen Rückraum mehr Erfahrung“, mutmaßte der Routinier. Genau so war es. Und nicht nur das, Michael Roth war richtig zufrieden: „Die Maßnahme hat gefruchtet.“

Philipp Müller lieferte sich von Beginn an intensive Duelle. Vor allem zwischen ihm und Magdeburgs Dänen Michael Damgaard ging es einige Male kräftig zur Sache. „Man darf diese Jungs nicht ins Spiel kommen lassen“, erklärte Müller später leicht verschmitzt.

Allen Grund zur Freude: Tobias Reichmann erzielte gegen Magdeburg neun Tore.

Reichmann, der Rechtsaußen, gab nach seinen neun Toren ein Lob erstmal an die Nebenleute weiter. „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mittlerweile so helfen kann. Aber der Grundstein wurde in der Abwehr und im Tor gelegt. Philipp Müller hat da für viel Stabilität gesorgt. So konnten wir die zweite Welle zu vielen Toren nutzen.“ Für Reichmann war es fast das perfekte Spiel. Bis zur 55. Minute hatte er nicht einen Fehlversuch, verwandelte auch seine drei Siebenmeter traumhaft sicher. „Ich bin sehr glücklich, wie es jetzt läuft“, freute sich Reichmann. Und zeigte sich mit Blick auf das leidige Thema Nationalmannschaft kämpferisch: „Wenn es so weitergeht, dann kann der Bundestrainer ja eigentlich nicht an mir vorbei.“

"Wir haben viele Alternativen"

Und dass es so weitergehen kann im Verein, da ist der Außen zuversichtlich. Nach den vier Siegen im Oktober hofft er auch auf einen guten November: „Ich bin sicher, dass wir nach der Länderspielpause noch besser werden können, Wir haben unglaublich viele Alternativen. Und wenn Michael Müller zurückkommt, dann werden es noch mehr.“

Ausgerechnet Reichmanns erster Fehlwurf läutete allerdings die Phase ein, in der die Gastgeber nochmal zittern mussten. Doch da war ja Philipp Müller. Der Abwehrhüne wurde jetzt noch einmal richtig energisch. Gewann wichtige Zweikämpfe am eigenen Kreis. Peitschte das Publikum auf. „Es war plötzlich Angst vorm Gewinnen da. Wir haben in dieser Phase zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Wir brauchten jetzt die Emotionen. Wir brauchten das Publikum.“ So schilderte er später die Schlussphase. Zu diesem Zeitpunkt genossen die unterschiedlichen Sieggaranten Müller und Reichmann aber längst den Beifall ihrer Fans.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.