Pregler, Meyer-Siebert und noch viele mehr

Vor Gastspiel der MT Melsungen in Leipzig: In der Bundesliga tauchen etliche Talente auf

Setzt zum Wurf an: Melsungens Ole Pregler.
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Melsungens Ole Pregler.

Wenn die MT Melsungen morgen ab 19 Uhr in der Handball-Bundesliga beim SC DHfK Leipzig zu Gast ist, dann stehen natürlich auf beiden Seiten die A-Nationalspieler im Fokus.

Wie beispielweise Leipzigs Regisseur Philipp Weber und die Melsunger Rückraumschützen Julius Kühn und Kai Häfner, die noch am Wochenende in der EM-Qualifikation zusammen auf dem Feld standen.

Doch es wäre keine Überraschung, wenn auch die Talente der beiden ambitionierten Mannschaften ihre Chance bekommen würden. Bei der MT gehört der A-Jugendliche Ole Pregler fest zum Erstliga-Kader, bei den Leipzigern tauchen immer mal wieder der Halblinke Julius Meyer-Siebert und der erst 18 Jahre alte Mittelmann Niclas Heitkamp auf.

Überhaupt setzen die Bundesligisten regelmäßig Akteure aus dem eigenen Nachwuchs ein. Dazu gehören Spieler der Jahrgänge 2000/01 und 2002/03. Da die Belastung in einer von der Pandemie beeinträchtigten Saison sehr hoch ist, machen die Teams aus der Not eine Tugend und gewähren den Talenten viel Spielpraxis.

Alexander Koke, Co-Trainer der deutschen U18-Nationalmannschaft, sagt: „Die Klubs machen eine gute Arbeit. Hinzu kommt, dass die Abstimmung mit den Verbänden funktioniert.“ Kurzum: Die Förderung der Talente passt.

Aktuell kommen in der ersten Liga schon mehr als 20 Spieler regelmäßig zum Einsatz, die jünger als 21 Jahre sind. Darunter sind etliche Jugend-Vize-Weltmeister von 2019. Damals unterlag die deutsche U18-Nationalmannschaft erst im Endspiel in Nordmazendonien den starken Ägyptern 28:32. Zu diesem DHB-Team zählten: Nils Lichtlein (Füchse Berlin, Rückraum rechts), Julius Meyer-Siebert (SC DHfK Leipzig, Rückraum links), Philipp Ahouansou (Rhein-Neckar Löwen, Rückraum links), Veit Mävers (TSV Hannover-Burgdorf, Rückraum Mitte), Alexander Reimann (TBV Lemgo, Linksaußen), Benedikt Damm (Eulen Ludwigshafen, Kreisläufer), Yessin Meddeb (Eulen Ludwigshafen, Rückraum rechts).

Leipziger Talent: Niclas Heitkamp.

Auch Teile dieser Mannschaft waren Kreisläufer Tom Bergner (Bergischer HC) und Lukas Diedrich. Bergner und der aus dem niedersächsischen Rhumetal stammende Torhüter vom Abstiegskandidaten Tusem Essen stehen allerdings schon im 22. Lebensjahr.

Beim Tusem tut sich in dieser Saison mit Laurenz Kluth auch ein 18-Jähriger hervor: Bereits 18 Erstliga-Auftritte stehen für den Spielmacher zu Buche. Damit hat er kaum weniger als Melsungens Pregler (24), Kiels Sven Ehrig (19), David Späth (19) von den Rhein-Neckar Löwen und Göppingens Oskar Neudeck (23).

Eigentlich wäre in diesem Bereich auch Alexander Weck (20) vom Bergischen HC zu finden. Der 1,98 m große Halblinke, der in der vergangenen Spielzeit schon 22 Partien absolvierte und dabei 27 Tore warf, zog sich vor Beginn dieser Saison einen Kreuzbandriss zu und steht seinem Team erst seit einigen Wochen wieder zur Verfügung. Dass er auf einem guten Weg ist, zeigte er mit sechs Treffern bei der 30:33-Niederlage seiner Mannschaft in Kiel.

Zwar sind die verantwortlichen Bundesliga-Trainer darum bemüht, die Eigengewächse behutsam an schwierige Aufgaben heranzuführen. Manchmal geht es aber nicht anders, als den Talenten schon mehr Verantwortung zu übertragen. So könnte Julius Meyer-Siebert gegen die MT etwas öfter im linken Rückraum eingesetzt werden, weil Marko Mamic (Fuß-OP) noch ausfällt und Niclas Piezkowski zuletzt unter Rückenproblemen litt. Was bestätigen würde, dass die deutschen Nachwuchshoffnungen in den Gedankengängen der Coaches eine immer wichtigere Rolle spielen. (Björn Mahr)

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