Vieles, was die Derby befeuert, geschah 2009

Vor dem Hessenderby Melsungen-Wetzlar: Deshalb herrscht so große Rivalität

Kassel/Wetzlar. Zwischen den Handball-Bundesligisten MT Melsungen und HSG Wetzlar herrscht eine große Rivalität. Vor allem im Jahr 2009 passierte einiges, was die Stimmung in den Lagern anheizte.

Was das schleswig-holsteinische Duell zwischen Rekordmeister THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt für den Norden ist, das sind die Begegnungen MT gegen HSG für die Handball-Fans in Hessen. „Das ist schon mehr als ein normales Punktspiel“, betont Melsungens Co-Trainer Mile Malesevic, der früher für die HSG tätig war.

„Die feindselige Stimmung hat abgenommen, das Verhältnis hat sich normalisiert“, sagt Melsungens Manager Axel Geerken vor dem 25. Kräftemessen, „aber die Medien nehmen dieses Thema immer mal gern wieder auf.“ In diesen Tagen melden sich mehr Journalisten als vor anderen Begegnungen bei Geerken, der eine besondere Beziehung zu dieser Partie hat: Er lebt mit seiner Familie im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen und fungierte selbst bei der HSG als Torwart und Geschäftsführer. Sein Neffe ist der dritte Torwart Till Klimpke.

Mile Malesevic

Dass die Anspannung vor diesem Aufeinandertreffen noch etwas größer ist als vor anderen Schlagerspielen, hat insbesondere mit Personalien aus dem Jahr 2009 zu tun. Ein Blick zurück:

• 11. April 2009: Die sportliche Situation der Wetzlarer spitzt sich zu. Im Derby bei der MT verlieren die abstiegsgefährdeten Mittelhessen 27:31 – trotz Toren des Ex-Melsungers Giorgos Chalkidis (4) und von Linksaußen Michael Allendorf (3). 

 • 14. April 2009: Volker Mudrow wird als Coach in Wetzlar entlassen. Der ehemalige Lemgoer Trainer erhält die Nachricht vom damaligen Sportlichen Leiter Rainer Dotzauer und einem gewissen Axel Geerken. Zu Mudrows Nachfolgern wurden der frühere Melsunger Torwart Zoran Djordjic und Mile Malesevic bestimmt. 

• 6. Juni 2009: Mit einem 28:25-Sieg gegen Magdeburg beschließt Wetzlar die Saison und bleibt als Tabellen-15. in der Klasse. Es war das letzte Mal, dass die Interimstrainer Djordjic/Malesevic das Sagen hatten. 

• 20. Juli 2009: Wetzlar hat einen neuen Trainer: Michael Roth. Sein Chef hört auf den Namen Geerken. Und einer seiner Assistenten ist Malesevic – wie heute bei der MT. Einige ihrer Schützlinge sind: Chalkidis, Allendorf, Timm Schneider, Fabian Schomburg und der neu aus Melsungen verpflichtete Daniel Valo. Nur fünf von einer ganzen Reihe Spielern, die für beide Klubs aufliefen. 

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