Samstag wartet Europapokal-Spiel in Skjern

Roth zur Niederlage gegen Löwen: Gut, aber nicht sehr gut

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Turbulenzen am eigenen Strafraum: Die Melsunger (von rechts) Michael Allendorf, Philipp Müller und Johannes Sellin können Löwen-Kreisläufer Gedeon Guardiola (links) nur auf Kosten eines Fouls stoppen.

Kassel/Mannheim. Für den Auftritt der MT-Mannschaft in der zweiten Halbzeit fand Melsungens Handballer Johannes Sellin nur ein Wort: „Schlecht.“

Der Rechtsaußen ärgerte sich nach der 26:32-Niederlage in der Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen auch über seine eigene Leistung: „In den letzten zehn Minuten war ich mental nicht mehr voll auf der Höhe.“ In der 51. und 52. Minute vergab Sellin leichtfertig einen Tempogegenstoß gegen Löwen-Torwart Niklas Landin beziehungsweise nahm sich unvorbereitet einen Wurf aus dem Rückraum, der sein Ziel ebenfalls verfehlte.

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Dennoch war der Linkshänder vier Tage vor dem Viertelfinalhinspiel im EHF-Cup am Samstag in Skjern neben dem einsatzfreudigen Kreisläufer Felix Danner einer der Besten im MT-Team. Insgesamt sieben Treffer erzielte der Ex-Berliner für die Nordhessen. Es war auch sein Verdienst, dass die Gäste vor 9029 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena im ersten Abschnitt optische Vorteile hatten und einen 4:8-Rückstand in eine 16:14-Führung umwandelten. „Wir hätten zur Pause mit zwei, drei Toren führen müssen“, meinte Kapitän Nenad Vuckovic, der das 16. Tor der Melsunger markiert hatte. Doch diesen Vorsprung konnte die MT nicht bis zum Abpfiff des ersten Durchgangs verwalten.

Michael Roth

„Wir haben ein gutes, aber eben kein sehr gutes Spiel gemacht“, bedauerte Trainer Michael Roth. Für eine erfolgreiche Vorstellung hätten die beiden schwedischen Torleute Mikael Appelgren und Per Sandström über sich hinauswachsen müssen. Dies taten sie nicht. Appelgren, sonst ein Muster an Zuverlässigkeit, sah bei einigen Würfen der Außen Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki nicht gut aus. Da zudem die Angreifer Probleme mit der 5:1-Deckung der Löwen hatten und einige Möglichkeiten ausließen, geriet Melsungen auf die Verliererstraße.

Schon heute nach Dänemark

„Wir müssen nun am Samstag eine ähnlich gute Leistung zeigen wie in Mannheim in der ersten Hälfte“, erklärt Roth. Am Samstag steigt ab 15 Uhr beginnt die Begegnung in Dänemark. Bereits am heutigen Donnerstag bricht der MT-Tross unmittelbar nach einer Übungseinheit am Vormittag Richtung Nordsee auf. In Skjern wird am Freitag das Abschlusstraining stattfinden, ehe der Coach seinen Schützlingen während eines ausgiebigen Videostudiums noch einmal die Stärken und Schwächen der Dänen vor Augen führt.

„Das werden zwei megaharte Spiele“, weiß Sellin um die Gefahr, die von diesem Kontrahenten ausgehen kann. Gegen seinen ehemaligen Verein Füchse Berlin feierte der frischgebackene dänische Pokalsieger in der Gruppenphase einen 32:28-Heimerfolg.

„Wir wollen uns in Europa einen Namen machen“, sagt der Außen, „und da sind wir auf einem guten Weg.“ Dazu gehört allerdings auch, dass er und seine Kollegen die richtigen Lehren aus der Partie in Mannheim ziehen.

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