Maric muss gleich wieder ran

Rund um das MT-Spiel: Von Verletzungen und Rückkehrern

Nenad Vuckovic

Eine schwere Verletzung, das Comeback von Marino Maric, ein Wiedersehen mit alten Bekannten und ein kurioses Tor – was sonst noch rund um die Partie der MT Melsungen passierte.

Die Verletzung

Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurde es hektisch an der MT-Ersatzbank. Routinier Nenad Vuckovic hielt sich die Hand. Zwar konnte Physiotherapeutin Jenny Bajerke dem Serben sofort helfen, an einen weiteren Einsatz war aber nicht zu denken. Vielmehr kam Vuckovic in Begleitung von Teamarzt Dr. Gerd Rauch in ein Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass die Mittelhand gebrochen ist. Jetzt ist zu befürchten, dass der scheidende MT-Profi bereits am Samstag sein letztes Spiel im Melsunger Trikot bestritten hat. „Sechs Wochen fällt er sicher aus“, erklärte Rauch. Den letzten Saison-Einsatz hat Melsungen am 10. Juni in Mannheim bei den Rhein-Neckar Löwen.

Die Rückkehr

Vier Monate hatten die MT-Kollegen auf Maric verzichten müssen. Ende Dezember hatte der Kroate zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einen Mittelfußbruch erlitten. Nun berief ihn Trainer Michael Roth nicht nur ins Aufgebot, sondern schickte ihn zur zweiten Hälfte auch schon auf das Feld. „Das hatte ich eigentlich nicht vor“, erklärte der Coach. Doch weil es bei seinem Team nicht gut lief, entschied er sich dazu, den Kreisläufer in Abwehr und Angriff aufzubieten. In der 45. Minute hatte Maric sein erstes Tor in diesem Kalenderjahr erzielt – er verkürzte auf 20:24. „Ich habe alles gegeben“, betonte er, „aber das Gefühl, wie ich meinen Körper einsetzen muss, war noch nicht optimal.“

Die Wiedersehensfreude

Vor seiner Zeit bei der MT war Axel Geerken von 2010 bis 2012 Geschäftsführer beim Ligarivalen VfL Gummersbach. Damals lernte er Geoffroy Krantz kennen, der im Rückraum spielte. Am Samstagabend kreuzten sich mal wieder ihre Wege, denn der Franzose trägt inzwischen das Trikot von St. Raphael. Kurz nach seiner Einwechslung in der 48. Minute gelang dem 35-Jährigen auch prompt ein Treffer (25:22). „Ich habe mich sehr über das Wiedersehen gefreut. Geoffroy war schon immer ein ganz netter Typ, er ist ein solider Arbeiter“, erklärte Geerken.

Noch deutlich länger ist es her, dass Nenad Vuckovic und Emeric Paillasson direkt miteinander zu tun hatten. 2005 waren der heutige MT-Profi und der aus Grenoble stammende Glatzkopf Teamkollegen in Chambery. „Wir haben uns zehn Jahre nicht gesehen“, betonte Paillasson, der seit dieser Serie im Management von Chambery tätig ist. So hatten sich die einstigen Mannschaftskameraden einiges zu erzählen: „Wir hatten damals in Chambery eine gute Truppe“, sagte Vuckovic.

Das kuriose Tor

In der 57. Minute hatte die MT anstelle des Torwarts einen zusätzlichen Feldspieler eingewechselt. Allerdings ging der Ball im Angriff verloren. Zwar schaffte es Schlussmann Johan Sjöstrand, rasch ins Feld zurückzukehren und auf Höhe der Neunmeter-Markierung einen Torwurf des Gegners aus der eigenen Hälfte mit einem weiten Satz zu parieren. Doch der Abpraller landete direkt bei Miroslav Jurka – der sagte „Merci“ und warf ins leere Tor (28:25).

Die Stimmung

Eine Rockband beim Handball? In St. Raphael empfing vor dem Eingang eine Rockgruppe die Besucher. Laut wurde es aber auch im Palais des Sports. Als das Team der Gastgeber nach 56 Minuten auf die Siegerstraße eingebogen war, erhoben sich die 1600 Fans von ihren Sätzen und feierten im Stile der isländischen Fußball-Fans. Einer gab den Takt vor, und alle Zuschauer in der Halle klatschten mit – verbunden mit einem kräftigen „Huh“. (bjm)

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