Handballer können aber nicht über 60 Minuten überzeugen

32:28 - MT Melsungen schlägt das Schlusslicht

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Johannes Sellin

Kassel. Der zweite Sieg im Monat Dezember ist unter Dach und Fach. Die MT Melsungen bezwang in der Handball-Bundesliga das Schlusslicht Bergischer HC mit 32:28 (16:13) und vergrößerte den Abstand zur Abstiegszone.

Unser Schnellcheck:

Wie war das vorletzte Heimspiel der MT in diesem Kalenderjahr?

Unterhaltsam. Zum einen, weil es kein einseitiges Duell war. Der Tabellenletzte aus dem Bergischen Land war trotz des kurzfristigen Ausfalls seiner Nummer eins Björvin Gustafsson ein unbequemer Gegner. Schon deshalb, weil sich dessen Ersatz Christopher Rudeck als großer Rückhalt erwies. Zum anderen, weil Gäste-Trainer Sebastian Hinze alle Register seines taktischen Wissens zog. So schaffte es der Außenseiter nach einigen Umstellungen in der Abwehr aus einem 3:7 (13.) ein 9:9 (22.) machen.

Die Hausherren hatten in dieser Phase so ihre Probleme mit der offensiven Deckung der Gäste. Erst gegen Ende des Durchgangs lief es wieder besser. Nach Toren von Torjäger Johannes Sellin (3), Momir Rnic und Jeffrey Boomhouwer, der in der 18. Minute für Michael Allendorf eingewechselt wurde, setzte sich die MT von 11:11 auf 16:13 ab.

Genauso wie im ersten Abschnitt hatten die Gastgeber auch im zweiten Abschnitt erst mal Vorteile. Wobei die linke Angriffsseite mit Momir Rnic und Jeffrey Boomhouwer glänzte. So hieß es nach 42 Minuten 24:17. Allerdings noch kein Ruhekissen, wie sich zeigen zollte. Denn die Handballer aus Solingen und Wuppertal kämpften sich zurück. Vor allem der reaktivierte Viktor Szilagyi bereitete mit 38 Jahren dem Heimteam einiges Kopfzerbrechen. Er brachte seine Mannschaft auf 27:30 heran (57.). Erst durch Timm Schneiders Treffer zum 31:27 war endgültig klar, dass die Punkte bei den Nordhessen bleiben würden.

War das Ergebnis denn gerecht?

Auf jeden Fall. Allerdings war die Leistung der Melsunger nicht über die kompletten 60 Minuten wirklich herzerfrischend. Es gab einige schwächere Phasen. Zur nächsten Begegnung am Mittwoch beim SC Magdeburg wird sich die MT steigern müssen.

Wer war der Mann des Abends?

Sagen wir mal so: Es gab einige Väter des Erfolges. Sellin traf gut, Johan Sjöstrand hielt gut, und die Kollegen unterstützten sie mal besser, mal schlechter. Überaus erfreulich: Jeffrey Boomhouwer, im Herbst einige Wochen ausgefallen, hatte etliche gute Szenen.

32:28 - MT Melsungen schlägt Schlusslicht Bergischer HC

 © Fischer
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Wie war die Stimmung in der Rothenbach-Halle?

Das MT-Maskottchen Henner kam mit Nikolausmütze auf das Feld. An den Eingängen bekamen die Zuschauer Weihnachtshenner in Schokoladenform geschenkt. Die beiden Tanzformationen Dance Devils und Soulfly zeigten ihr Können Und auch die Kulisse war am Abend vor dem vierten Advent festlich: 4026 Fans waren da. Damit war die Heimspielstätte der Nordhessen fast ausverkauft – und das beim Gastspiel des aktuellen Schlusslichts. Den Rest zu einem gelungenen Abend trug das Team bei – mit dem ersten Heimsieg seit dem 29. Oktober (30:24 gegen Minden).

MT Melsungen – Bergischer HC 32:28 (16:13).

Melsungen: Sjöstrand (13 Paraden/27 Gegentore), Villadsen (bei einem 7m, 0/1); Maric 4, Sellin 12/5, Golla, Fahlgren, Ph. Müller 1, Boomhouwer 5, Rnic 4, Schneider 1, Allendorf 2, M. Müller 3, Haenen.

Bergischer HC: Rudeck (12/31), Lombes Birkenheuer (bei einem 7m, 0/1); Preuss 1, Hoße 3, Artmann 1, Gunnarsson 2/2, Oelze, Herrmann 6, Babak 4, Gutbrod 1, Vilovski 2, Jonovski, Szilagyi 6, Criciotoiu 2.

SR: Thöne/Zupanovic (Berlin). Zuschauer: 4026. Siebenmeter: 6/5:2/2. Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

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