Lemgoer vergleicht vor Handball-Schlager seine beiden früheren Klubs

Vor dem Schlagerspiel: Ex-Melsunger Jonathan Stenbäcken tippt auf Berlin

Das war im Februar dieses Jahres: Die Melsunger (von links, weiße Trikots) Jeffrey Boomhouwer, Patrik Fahlgren, Felix Danner und Momir Rnic freuen sich über den Sieg in Berlin. Links im Bild: Berlins Kent-Robin Tönnesen. Archivfoto: Wende/nh

Kassel/Lemgo. Zum Schlagerspiel der Handball-Bundesliga gastiert die MT Melsungen am Mittwoch bei den Füchsen Berlin.

Anwurf in der Max-Schmeling-Halle ist um 20.15 Uhr (live bei Sport 1). In der Tabelle liegen die Melsunger aktuell sieben Ränge hinter den Füchsen. Berlin hat mit 20 Zählern doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie die Nordhessen. Allerdings: Im Februar dieses Jahres feierten die Schützlinge von Trainer Michael Roth erstmals einen Sieg in der Bundeshauptstadt: 24:23. Einer, der schon bei beiden Klubs unter Vertrag stand, ist Jonathan Stenbäcken. Der Schwede, der seit 2015 beim Erstliga-Konkurrenten TBV Lemgo tätig ist, erwartet ein spannendes Duell. Für diese Zeitung hat der 28-Jährige die Berliner und die Melsunger Mannschaft verglichen. Hier seine Einschätzung:

Der Torwart

An einem guten Tag kann Berlins Silvio Heinevetter seinen Kasten förmlich zunageln. Die Melsunger haben aber auch in Johan Sjöstrand einen exzellenten Schlussmann. Mit ihm habe ich selbst noch in der schwedischen Nationalmannschaft zusammengespielt. Er bringt immer Top-Leistungen auf die Platte.

Vorteil: MT

Die Abwehr

Beide Teams setzen auf eine 6:0-Abwehr. Dabei interpretieren sie diese eher defensiv. Die Spieler kommen nicht so weit heraus. Es geht den Deckungsreihen eher um Kompaktheit. Wobei sowohl Berlin als auch Melsungen über hervorragende Verteidiger verfügen. Bei den Füchsen ist Kresimir Kozina eine richtige Kante. Die MT hat nicht nur Felix Danner und die Müllers. Mir gefällt auch Marino Maric, der im Zentrum, aber auch auf den beiden Halbpositionen decken kann.

Vorteil: unentschieden

Der Angriff

Paul Drux

Aus meiner Sicht hat Melsungen das bessere Mannschaftsspiel. Mein Landsmann Patrik Fahlgren versteht es beispielsweise, seine Nebenleute gut einzusetzen. Doch die Berliner sind individuell um einiges besser als die MT. Da ist nicht nur ein Petar Nenadic, der ein Spiel fast allein entscheiden kann, sondern da beweisen dann auch schon mal die deutschen Nationalspieler Paul Drux, Fabian Wiede und Steffen Fäth ihre Durchschlagskraft.

Vorteil: Füchse

Die Spielidee

Aus dem Tempogegenstoß können beide Klubs viele Akzente setzen. Mattias Zachrisson, ebenfalls ein alter Bekannter von mir, und der erfahrene Däne Hans Lindberg sind bärenstarke Rechtsaußen. Bei der MT stehen Johannes Sellin und Michael Allendorf für große Klasse und lauern ständig auf Konterchancen.

Vorteil: unentschieden

Das Fazit

Die Berliner sind aktuell etwas höher einzuschätzen. Sie werden sich gegen die MT letztlich knapp durchsetzen.

Jonathan Stenbäcken, 28, spielte 2011/12 bei den Füchsen Berlin und dann zwei Jahre bei der MT Melsungen. Nach einer Saison in Kristian-stad kehrte er 2015 in die Bundesliga zurück und läuft seitdem für Lemgo auf. Stenbäcken ist verheiratet und hat eine Tochter. Im Februar wird der Schwede erneut Papa.

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