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MT am Sonntag zum Schlüsselspiel nach Magdeburg

Ein Duell mit wegweisendem Charakter: Melsungens Michael Allendorf (links) gegen Robert Weber. Foto: Schachtschneider/Kasiewicz
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Ein Duell mit wegweisendem Charakter: Melsungens Michael Allendorf (links) gegen Robert Weber.

Melsungen. Angeschlagene Gegner sind, so heißt es, besonders gefährlich. Ein Effekt, der sich neutralisieren dürfte, wenn die MT Melsungen am Sonntag (17.15 Uhr GETEC-Arena) beim SC Magdeburg gastiert. Denn beide Rivalen haben derzeit ihr Päckchen zu tragen.

Die heimischen Bundesliga-Handballer seien „immer noch auf der Suche nach der Form“, wie Linksaußen Michael Allendorf gesteht. Auch beim Meister von 2001 läuft’s nicht rund. Daher ist es sowohl für den Tabellensiebten (SCM) wie auch für den Achten (MT) ein echtes Schlüsselspiel. Mit zwei Optionen: Aufbruch zu den angepeilten Ufern oder Abtauchen im Niemandsland des Klassements.

Darüber hinaus packt Magdeburgs Trainer Geir Sveinsson seine Spieler nach der 22:34-Pleite in Kiel bei der Ehre. „Man kann in Kiel verlieren, aber nicht so“, kritisiert der Isländer den mangelnden Widerstand, verbunden mit der Forderung nach umgehender „Wiedergutmachung“.

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Live-Übertragung am Sonntag ab 17.15 Uhr

Die Pleite in Kiel offenbarte aber auch strukturelle Defizite. Etwa dass die Neuzugänge noch nicht in der Bundesliga angekommen sind und damit die Erwartungen rund um die Bördelandhalle bisher nicht erfüllen konnten. Kreisläufer Jacob Bagersted (dänischer Nationalspieler) war erst verletzt und danach zumindest im Angriff indisponiert, Rückraumspieler Espen Lie Hansen (norwegischer Nationalspieler) hat Ladehemmung.

Also müssen die alten Recken ran - und machen das gut. Fabian van Olphen im linken Rückraum, in der letzten Saison nur in der Abwehr eingesetzt, und Bartosz Jurecki, der seit 2006 für die Magdeburger auf Torejagd geht. Die Achse des Kreisläufers mit Mittelmann Marko Bezjak, der Nationalspieler Michael Haaß verdrängt hat, gehört zu den gefährlichsten der Bundesliga.

Die SCM-Lebensversicherung in der Offensive ist allerdings Rechtsaußen Robert Weber, der derzeit die Torschützenliste mit 90/39-Toren anführt. Ein Spezialist für Tempogegenstöße, dem Michael Allendorf als direkter Gegenspieler Fesseln anlegen soll. Der Linksaußen, der dieses Attribut mit derzeit 78/30-Treffern ebenfalls für sich in Anspruch nehmen kann. „Eher zurück laufen, wenn der eigene Angriff abgeschlossen ist,“ lautet sein Rezept gegen den österreichischen Nationalspieler.

Ansonsten geht es darum, über eine starke Abwehr das eigene Umschaltspiel anzukurbeln. Damit wurde Aufsteiger Friesenheim in Schach gehalten, während der Positionsangriff der MT doch reichlich Anlauf brauchte. „Wir werden alles versuchen“, verspricht Momir Rnic. Denn der Melsunger Rückraumrecke weiß, dass ein Sieg in Magdeburg die Wende bedeuten könnte.

Von Ralf Ohm

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