Handball Bundesliga: Anwurf um 20.15 Uhr

MT bei Schlusslicht Bietigheim: Eine ganz undankbare Aufgabe

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Wo ist die Lücke? Melsungens Rückraumschütze Momir Rnic (2. von links) will sich hier gegen die Bietigheimer (von links) Timo Salzer und Patrick Rentschler durchsetzen. Im Vordergrund: MT-Teamkollege Michael Allendorf.

Melsungen. Es ist eines dieser Spiele, in denen man nur schlecht aussehen kann. Wenn die Handballer der MT Melsungen in der Bundesliga am Mittwoch ab 20.15 Uhr beim abgeschlagenen Tabellenletzten SG BBM Bietigheim nicht doppelt punkten, dann sind sie so etwas wie die Deppen der Woche.

Kein Wunder also, dass MT-Trainer Michael Roth nicht müde wird, im Vorfeld dieser Aufgabe mahnend den Zeigefinger zu heben.

„Die Bietigheimer haben sich vielleicht in der 1. Liga aufgegeben, aber das Siegen haben sie deswegen noch nicht aufgegeben“, stellt Roth klar. Der 23:21-Heimerfolg der Süddeutschen Ende Februar gegen den VfL Gummersbach sollte seinen Schützlingen Warnung genug sein – allerdings bislang nur einer von vier Siegen des Aufsteigers in dieser Runde.

„Wir müssen alle Kräfte bündeln“, erklärt Melsungens Rückraumschütze Momir Rnic, es gilt da anzuknüpfen, wo wir vor einer Woche gegen Lübbecke aufgehört haben.“ Gegen die Ostwestfalen hatten die Nordhessen teilweise ein wahres Handball-Feuerwerk abgebrannt, drei Tage später im Europapokal-Gruppenspiel bei der 25:27-Pleite in Schweden bei Eskilstuna Guif waren die lichten Momente rar gesät. Da zeigte sich mal wieder, dass die Melsunger noch keine Spitzenmannschaft sind, die eine Begegnung auch einmal mit nur 80-prozentigem Einsatzwillen nach Hause bringt. „Wir besitzen allerdings große Qualität. Das müssen wir in Bietigheim unter Beweis stellen“, fordert Rnic.

Ex-Kasseler bei Bietigheim

Ihn und seine Kollegen erwartet ein Gegner, der – ähnlich wie Guif – schnelle, schwer zu stoppende Spieler in seinen Reihen hat. Einer davon ist der aus Körle stammende Linksaußen Andre Lohrbach, der einst bei der SVH Kassel unter Vertrag stand. Über einige Bundesliga-Erfahrung verfügen Spielmacher Timo Salzer (früher Wetzlar), Rückraumschütze Robin Haller (Balingen) sowie Schlussmann Jan Kulhanek (Hamm), der sich heute noch einmal die Spielanteile mit Darko Stanic teilen wird.

Praktisch mit der Schlusssirene endet das Engagement Stanics beim Neuling, denn er wird für zwei Wochen beim Kuwait Sporting Club Bälle parieren. Die Qualitäten des 36-Jährigen werden für die 25. Gulf Handball Club Championship vom 19. März bis zum 1. April benötigt. Im Sommer geht Stanic planmäßig zu den Rhein-Neckar Löwen.

Respekt vor Landsmann

Der Respekt vor seinem Landsmann ist groß. „Er ist ein Super-Torwart“, sagt Melsungens serbischer Nationalspieler Momir Rnic über die langjährige serbische Nummer eins, „aber vor ihm Angst zu haben brauchen wir nun wirklich nicht.“ Zumal die Nordhessen am heutigen Mittwochmorgen in Bestbesetzung Richtung Bietigheim aufbrechen werden – und genügend treffsichere Schützen aufbieten können.

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