Sieg gegen HSC 2000

Schnellcheck: MT Melsungen siegt in Coburg 28:25

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Coburg. Nach der zweiwöchigen Wettkampfpause hatte die MT Melsungen gleich wieder Grund zum Jubeln. Im Auswärtsspiel der 1. Handball-Bundesliga behauptete sich die MT mit 28:25 (17:13) beim Schlusslicht HSC 2000 Coburg.

Hat die MT das Trauma Coburg überwunden?

Ja. Nach der schmerzhaften 20:25-Hinspielpleite präsentierte sich der Europacup-Teilnehmer diesmal von einer anderen Seite.

Wie war denn das Rückspiel?

Unter den Augen der 40 mitgereisten MT-Fans wurde schnell deutlich, dass die Nordhessen kein Osterspaziergang am Karsamstag erwarten würde. Das Schlusslicht aus Coburg ging forsch zuwerke. Und Rückraumschütze Romas Kirveliavicius überwand gleich mehrfach die Deckung der Gäste. So machte der HSC aus einem 1:3 ein 7:5 (10.).

Dann aber übernahm der Favorit das Kommando. Der starke Philipp Müller glich zum 9:9 aus, Johannes Sellin , Michael Allendorf (2) und Michael Müller warfen eine 13:9-Führung heraus (19.). Wobei die Melsunger aus einer sich steigernden Verteidigungsreihe einige Treffer aus erster und zweiter Welle erzielte.

Wenn es am Spiel der MT etwas zu kritisieren gab, dann: Nach Sellins 16:11 (25.) wurde die Chance auf eine höhere mögliche Führung verpasst.

Was den Hausherren ermöglichte, nach der Pause noch einmal etwas heranzukommen. Kirveliavicius – wer sonst (?) – traf zum 19:21. Sebastian Weber gelang das 20:21 (44.). Aber auch dadurch begünstigt, dass sich die MT einige leichte Ballverluste leistete.

In der Folgezeit agierte der Tabellenneunte wieder ruhiger. Der Lohn: Momir Rnic zum 22:20 und 23:20, Dener Jaanimaa zum 24:20.

Die Melsunger machten zwar auch in den verbleibenden Minuten nicht alles richtig, verloren aber nie die Spielkontrolle. Sellin angelte sich am eigenen Kreis das Leder und vollendete den Konter zum 27:23 (56.). Und weil auch Schlussmann Johan Sjöstrand speziell im zweiten Abschnitt einige Bälle wegnahm, setzte sich die MT durch.

Wer war der Mann des Spiels?

Wie wichtig die Rückkehr von Rechtsaußen Sellin war, zeigte sich schon in der ersten Hälfte: Sieben der 17 MT-Tore im ersten Durchgang warf der 26-Jährige, der nach mehrwöchiger Verletzungspause vor Spielfreude strotzte. So avancierte Sellin zu einem Sieggaranten. Fairerweise bleibt aber auch festzuhalten: Der HSC-Halblinke Kirveliavicius hat auch ein großartiges Spiel abgeliefert.

Wie war die Stimmung in der Huk Coburg-Arena?

Also mal eins vorweg: Die Coburger lassen sich von der fast aussichtslosen Tabellensituation nicht lähmen. Dort wissen die Menschen, wie ein Spiel zelebriert wird. Das beginnt damit, dass schon das Einlaufen des Maskottchens Vestus – Name entstand 2015 in Anlehnung an das Coburger Wahrzeichen Veste – zu einem besonderen Moment wird. Wobei sich die Figur in Schwarz und Gelb auch im Fußballstadion von Borussia Dortmund gut machen würde.

Unmittelbar vor dem Beginn wurden überdimensionale Trikots von jedem HSC-Spieler hochgehalten. Wenn der frühere Melsunger und HSC-Trainer Hrvoje Horvat in dieser Woche sagte, die Menschen in Coburg würden für den Handball leben, dann wurde diese Meinug in der Partie am Samstagabend eindrucksvoll belegt.

Wie geht es für die MT nun weiter?

Am Mittwoch erwarten die Nordhessen in Kassel die Füchse Berlin. Dafür gibt es nur noch wenige Karten. 4000 Tickets wurden bereits abgesetzt.

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