Schock für MT: Allendorf fällt erneut aus

Michael Alledorf.

Kassel. Schock für Handball-Bundesligist MT Melsungen: Michael Allendorf fällt erneut aus. Der Linksaußen hat in Göppingen einen Knorpelschaden im Schultergelenk erlitten.

Betroffen ist der rechte Wurfarm des Nationalspielers. Es war für Allendorf der erste Einsatz nach einer langwierigen Hüftverletzung.

Nein, diese Spielzeit – die sechste von Michael Allendorf im Trikot der MT Melsungen – ist nicht „seine“ Saison. Und wird es sechs Spieltage vor Schluss auch nicht mehr werden. Der Linksaußen avanciert zum Pechvogel des heimischen Handball-Bundesligisten.

Aktualisiert um 18.46 Uhr

Fast vier Monate hatte seine letzte Leidenszeit gedauert, ehe der 29-Jährige beim Auswärtsspiel in Göppingen in die Stammbesetzung zurück kehrte. Gerade rechtzeitig zum Endspurt um die Qualifikation für den Europapokal, so schien es. Eine Hoffnung, die Allendorf selbst mit seinem furiosen Start ins Spiel nährte. Gleich die erste Gelegenheit nutzte er zum 1:0 und brachte sein Team zehn Minuten später beim 5:4 erneut in Führung. Dazu sorgte er als „Indianer“ von Melsungens 5:1-Deckung für reichlich Fehlzündungen im Göppinger Angriffsmotor.

Doch bei einer dieser Zweikampfsituationen passiert es: Beim Versuch, den heranstürmenden Gegenspieler zu halten, wurde die Schulter ruckartig nach hinten gerissen. „Das war schon schmerzhaft. Aber davon wollte ich mich nach so langer Pause nicht aus der Bahn werfen lassen“, erklärte der Ex-Wetzlarer – und spielte weiter. Erst als die Schmerzen auch nach dem Spiel nicht aufhörten und eine medizinische Untersuchung nötig war, kam die Wahrheit ans Licht: Der Knorpelring, der in der Schulter die Pfanne umgibt, ist leicht eingerissen.

Immerhin: Eine Luxation konnte MT-Arzt Dr. Rauch ausschließen und eine konservative Behandlung empfehlen. Für seinen neuen, alten Patienten bedeutet das drei weitere Wochen Rehamaßnahmen und Individualtraining. „Es ist zwar zu allem Überfluss auch noch der Wurfarm, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es auf diesem Wege hinbekommen. Eine OP möchte ich natürlich, wenn möglich, vermeiden”, gibt sich Allendorf schon wieder etwas optimistisch. Außerdem ist er Kummer gewöhnt. Erst im Januar war der Junioren-Europameister von 2006 in letzter Minute von der Teilnahme an der Europameisterschaft ausgebremst worden. Dafür verantwortlich: Eine Hüftverletzung, die danach auch noch zweimal aufbrach. „Keine Frage, ich hab‘ schon bessere Saisons mit Melsungen erlebt“, sagt der Siebenmeterspezialist. Hat aber die Hoffnung keineswegs aufgegeben, in der laufenden Spielzeit doch nochmal eingreifen zu können. Ohne sich erneut zu verletzen.

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