Wegen eines Bruchs im linken Mittelfuß

Schock für MT-Handballer: Maric fällt Monate lang aus

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Erneut verletzt: MT-Kreisläufer Marino Maric.

Melsungen/Zagreb. Schock für Handball-Bundesligist MT Melsungen: Kreisläufer Marino Maric hat sich im letzten Punktspiel gegen Flensburg (24:24) doch schwerer verletzt als befürchtet wurde.

Der kroatische Abwehrstratege und Nationalspieler muss wegen eines Bruchs im linken Mittelfuß operiert werden und wird drei bis vier Monate ausfallen. Maric bleibt damit einer der Pechvögel im Nordhessen-Team. Bereits im Frühsommer 2016 hatte er zwei Spieltage vor Rundenende einen Riss im Mittelfuss erlitten, der ihn dann bis Mitte September schachmatt setzte. Damals kostete dies den Kroaten die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, nun wird er neben den MT-Spielen auch die Weltmeisterschaft in Frankreich verpassen.

Der 26-Jährige wird in den nächsten Tagen in seiner Heimat Zagreb operiert. Darauf haben sich die Melsunger mit dem Ärzteteam der kroatischen Nationalmannschaft verständigt. „Nachdem die zunächst übliche Kernspinuntersuchung noch kein Ergebnis gebracht hatte, konnte der Bruch des fünften Mittelfußknochens erst durch spezielle Dünnschichtaufnahmen sichtbar gemacht werden“, erläuterte MT-Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch (Kassel).

Die Operation werde von einem erfahrenen Fußchirurgen ausgeführt, der den Fuß mittels einer Verschraubung stabilisiere. „Der neue Bruch ist in der Nähe des alten, deshalb ist ein Eingriff nun unverzichtbar.“ Für die Melsunger ist Marics Ausfall nun eine neuerliche Hiobsbotschaft. Schließlich standen im Dezember verletzungsbedingt Gabor Langhans, Svetislav Verkic, Nenad Vuckovic, Dener Jaanimaa und – mit Ausnahme des Flensburg-Spiels – auch Felix Danner nicht zur Verfügung.

„Als er vom Feld humpelte habe ich geahnt und befürchtet, dass Marino schwerer verletzt ist“, erklärte Trainer Michael Roth. „Sein Ausfall ist natürlich besonders tragisch – für den Spieler selbst, wie auch für die Mannschaft.“ Schließlich habe Maric nach der Erholung von seiner ersten schweren Verletzung eindrucksvoll bewiesen, „wie wichtig er für uns in der Abwehr und im Angriff ist“.

Dennoch werde die MT Melsungen nun nicht auf dem Transfermarkt aktiv. „Das brauchen wir nicht“, sagt Roth, „denn auf dieser Position haben wir vorn wie hinten durchaus Alternativen, wenn Felix Danner nach der WM-Pause genesen sein wird.“ Mittelmann Timm Schneider könne sehr gut über den Kreis kommen, „zudem haben wir mit Johannes Golla einen sehr talentierten Spieler, der in dieser Saison schon mehrfach gezeigt hat, dass er zum Beispiel zusammen oder im Wechsel mit Felix Danner die Position im Mittelblock beziehungsweise am Kreis gut besetzen kann”, erläuterte Roth. Für den 19-Jährigen sei Marics Ausfall „eine riesengroße Chance – und ich bin sicher, dass er sie nutzen wird“.

Der Trainer liegt damit auf einer Linie mit Axel Geerken. „Es bringt nichts, über Talentförderung nur zu reden. Jetzt ist eine solche Situation da, und jetzt bekommt Johannes Golla unser Vertrauen. Er hat sein Können und sein Talent schon bewiesen.“ Grundsätzlich, so Manager Geerken, wolle die MT für die Rückrunde nun personell nichts unternehmen.

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