Was bei der MT schon läuft - und was noch ausbaufähig ist

Setzt Signale: MT-Trainer Michael Roth.

Kassel. Auftaktspiel gewonnen, einen Konkurrenten im Kampf um die Europacup-Ränge in die Schranken gewiesen - da hatte Michael Roth gut lachen. Der Trainer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen war nach dem 23:20-Erfolg seines Teams gegen die Füchse Berlin zufrieden.

Während der Partie saß Roth, der immer noch unter den Folgen einer Hüft-OP leidet, allerdings nicht immer entspannt auf der Bank.

Er sagt schmunzelnd: „Es war ein Spiel, bei dem man als Coach schon mal Signale setzen muss.“

Natürlich gilt nach dem ersten Spieltag erst mal die Devise: Hauptsache gewonnen. Gleichwohl blicken wir auf die Erkenntnisse nach dieser Partie gegen Berlin:

DAS WAR GUT

• Die Ruhe: Zu Beginn des zweiten Abschnitts warfen die Melsunger mehr als sechs Minuten kein Tor, der Gast dagegen drei und übernahm wieder die Führung. Doch das MT-Team ließ sich von dieser Situation nicht vom Weg abbringen. „Wir sind ruhig geblieben. Das ist eine neue Qualität“, sagt Michael Roth. Natürlich weiß er auch, dass Johan Sjöstrand entscheidend dazu beigetragen hat: „Er macht Paraden, die wir gut gebrauchen können.“ Insbesondere von den Außenpositionen ist er kaum zu überwinden. Das war bei Vorgänger Mikael Appelgren anders. Der hatte gerade bei diesen Bällen noch leichte Schwächen.

• Die Stimmung: 3016 Zuschauer kamen in die Rothenbach-Halle. Nur zur Heimpremiere in der Saison 2009/2010 kamen mehr Fans - 3310 wollten damals die Partie gegen den THW Kiel sehen. Gegen Berlin verhielt es sich mit dem Publikum ein bisschen wie mit der MT-Mannschaft. Am Anfang mussten alle irgendwie in die Saison finden. Doch spätestens ab der zweiten Halbzeit ging die Post ab. MT-Spieler Momir Rnic sagt: „Die Halle hat gekocht. Vielen Dank an die Fans.“

DAS MUSS BESSER WERDEN

• Die Handbremse: Tempo, Tempo, Tempo. Wer so oft und schnell den Weg Richtung gegnerisches Tor sucht, der läuft Gefahr, dass er bisweilen überdreht. Nicht immer war die erwähnte Ruhe vorhanden. Zwar schimpfte Roth an der Außenlinie wie ein Rohrspatz und mahnte zu mehr Übersicht, dennoch suchten seine Schützlinge den raschen Abschluss. Mit dem Ergebnis, dass sie sich unnötige Ballverluste einhandelten. „Irgendwann muss man mal die Handbremse ziehen“, sagt Kapitän Michael Müller.

• Die Außen: Michael Allendorf - ein Tor. Jeffrey Boomhouwer - zwei Tore, davon ein Siebenmeter. Johannes Sellin - ein Tor. Die Außenspieler erwischten nicht ihren besten Tag. Zum einen lief die erste Welle noch nicht reibungslos. Zum anderen wurden sie beim Positionsangriff kaum eingebunden. Und bei den wenigen Möglichkeiten machten Allendorf und Co. dann nicht die glücklichste Figur.

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