Bei MT-Profi Verdacht auf Kreuzbandriss

MT-Melsungen: Malte Schröder droht lange Pause

Fällt wohl lange aus: Melsungens Malte Schröder. Foto: Fischer

Melsungen/Eisenach. Hiobsbotschaft für die MT Melsungen: Der Handball-Bundesligist muss womöglich für einige Zeit auf Malte Schröder verzichten.

„So schnell kann’s gehen.“ Melsungens Handball-Trainer Michael Roth wusste am Samstag um kurz vor 22 Uhr noch nicht, wie schwer die Verletzung von Malte Schröder sein würde. Der Unterton in seiner Stimme verriet jedoch, dass er bereits mit dem Schlimmsten rechnete. Seit einer Untersuchung am Sonntag bei Melsungens Teamarzt Dr. Gerd Rauch steht fest, dass das vordere Kreuzband im rechten Knie beschädigt ist. „Vielleicht ist es gerissen“, sagt Rauch. Eine genauere Diagnose kann der Mediziner erst am Montag nach der Kernspintomografie stellen.

Eine lange Pause des Bundesliga-Rückraumspielers ist wahrscheinlich. Doch was war eigentlich passiert? In der 54. Minute setzt Timm Schneider seinen Nebenmann Malte Schröder in Szene, der frühere Lübbecker steigt hoch und trifft aus neun Metern zum 28:15. Als der 28-Jährige jedoch wieder landet, knickt er plötzlich ein wie ein Strohhalm bei Sturm.

„Ich bin weggerutscht“, erklärte Schröder am Tag danach, „der Boden war gefühlt an der Stelle etwas nass. Das war bei den Temperaturen in der Halle auch kein Wunder.“ Sofort eilte MT-Physiotherapeutin Jenny Bajerke herbei. Zusammen mit Philipp und Michael Müller trug sie ihn schließlich in die Kabine. In der Vergangenheit machten Schröder Verletzungen nur selten zu schaffen. Anfang des Jahres 2014 erlitt er einen Teilanriss des Außenbandes im Sprunggelenk.

Während seiner Zeit beim TuS N-Lübbecke musste er wegen einer hartnäckigen Blessur im Ellenbogen einige Zeit passen. Schröder war 2012 von den Ostwestfalen in die Fuldastadt gewechselt. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2016. Dem Vernehmen nach planen die Verantwortlichen der MT mit dem gebürtigen Bielefelder nicht darüberhinaus.

Jetzt hoffen die Nordhessen erst einmal, dass Schröder nicht zu lange fehlt. Mit Patrik Fahlgren, bei dem im Frühjahr ein Kreuzbandriss diagnostiziert wurde, ist bereits ein Rückraummann der Fuldastädter für einige Monate außer Gefecht gesetzt. (bjm)

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