Am Sonntag gegen Balingen-Weilstetten

Schröder wieder sorgenfrei: Melsunger Handballer kann nach Verletzung spielen

Wieder im Übungsbetrieb mit der Mannschaft: Malte Schröder steht vor seinem Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Genau acht Monate hat es gedauert. Acht Monate lang stand Malte Schröder dem Team des Handball-Bundesligisten MT Melsungen nicht für Pflichtspiele zur Verfügung.

Mitte August 2015 war er auf dem Parkett des ThSV Eisenach so unglücklich weggeglitten, dass er einen Kreuzbandriss erlitt. Am Sonntag ab 15 Uhr kann der 29-Jährige im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten (Rothenbach-Halle Kassel) wieder für Entlastung im rechten Rückraum und in der Abwehr sorgen.

Die Rückkehr

Seit Anfang März steht Schröder wieder im Mannschaftstraining und kann mittlerweile alle Übungen mitmachen. Ein Einsatz in der letzten Partie vor der Pause gegen den SC Magdeburg vor gut einem Monat kam noch nicht in Betracht. „Es braucht doch einige Zeit, bis man wieder alle Abläufe verinnerlicht hat“, räumt der Linkshänder ein. Jetzt hat er ein gutes Gefühl. Beim Testspiel vergangenen Freitag gegen den Klassenkameraden VfL Gummersbach bekam er viel Spielpraxis und warf zwei Treffer.

„Es wird ein besonderer Moment sein, wieder auf dem Feld zu stehen“, sagt Schröder vor dem Kräftemessen mit Balingen. Besonderen Druck macht er sich deswegen nicht: „Ich versuche davor, einfach gut zu trainieren.“

Die Zukunft

Zumindest muss er sich nicht mehr das Interesse anderer Klubs wecken. Schröder, dessen Vertrag bei der MT im Sommer ausläuft, hat – wie bereits kurz berichtet – mit dem Zweitligisten TV Emsdetten einen Verein gefunden, bei dem er für vier Jahre unterschrieben hat. Bei den ambitionierten Münsterländern gibt es ein Wiedersehen mit einigen ehemalige Weggefährten: Mit Andre Kropp und Merten Krings spielte er zusammen in Ahlen, und der tschechische Coach Daniel Kubes war sein Teamkollege in Melsungen.

„Wir waren keine dicken Freunde, aber wir haben uns von Anfang an gut verstanden“, erzählt der Halbrechte. Als Schröder im vergangenen Oktober zur Reha in Münster weilte, wo im übrigen auch seine Freundin lebt, traf er sich mit „Kubi“ zum Frühstück. Dabei erläuterte der Trainer bereits seine Vorstellungen für die nächsten Spielzeiten. Anfang dieses Jahres wurde verhandelt, vor kurzem gab es die Einigung – auch weil der TVE dem Betriebswirt eine berufliche Perspektive bot. Voraussichtlich schon im Verlauf der nächsten Saison soll er für 15 bis 20 Stunden pro Woche bei einem Betrieb in der Region arbeiten.

Die Gegenwart

Klar, dass sich Schröder auch bei Mannschaftskamerad Jeffrey Boomhouwer erkundigt hat, der 2014 aus Emsdetten an die Fulda gewechselt war. „Früher gab es dort schon mal eine Party in der Kabine. Aber inzwischen geht es sehr professionell zu“, sagt der Niederländer und freut sich für seinen Mitspieler. Boomhouwer und Rechtsaußen Christian Hildebrand sind längst Kumpels von ihm. Mit dem Holländer war Schröder kürzlich sogar für ein paar Tage zum Entspannen in Madrid.

Nur ein Beleg dafür, dass er sich in Melsungen nach wie vor wohlfühlt. „Seit ich 2012 aus Lübbecke hierher kam, haben wir stetig Fortschritte gemacht. Es ist schön, diese permanente Weiterentwicklung mitzuerleben“, sagt der gebürtige Bielefelder. Zu den besonderen MT-Momenten zählt er den Sieg im Dezember 2012 in Kiel und die Europacup-Erfolge in der vergangenen Serie. Für diese Saison besteht die Hoffnung auf eine neuerliche Qualifikation fürs internationale Geschäft – und das wäre zweifellos ein guter Abschluss seines Engagements in Melsungen.

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