Schweikardts Rückkehr: Aufsteiger TVB Stuttgart mit Ex-Melsunger zu Gast 

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Zwei Jahre im MT-Trikot: Michael Schweikardt ist mit Aufsteiger TVB Stuttgart nun zu Gast bei seinem Ex-Klub.

Stuttgart. Die Vorfreude auf das Wiedersehen ist groß, obwohl  Michael Schweikardts Erinnerungen an seine Zeit bei der MT Melsungen eher gespalten sind.

Von einem „Karriereknick“ spricht Michael Schweikardt in Bezug auf seine zwei Jahre bei der MT Melsungen, aber auch davon, „dass ich mich in Nordhessen wegen des angenehmen Umfeldes sehr, sehr wohlgefühlt habe“.

Unter anderem deswegen hat der Spielmacher seinen damaligen Wechsel von FA Göppingen zum heimischen Handball-Bundesligisten nicht bereut. Noch weniger die Rückkehr zu seinem Heimatverein TV Bittenfeld, mit dem der 32-Jährige in diesem Jahr den Aufstieg ins Oberhaus feierte. Und mit dem er morgen (Mittwoch, 20.15 Uhr, Rothenbach-Halle) bei seinem Ex-Klub zu Gast ist.

Als Regisseur, als Chef auf dem Feld, der die Fäden zieht, seine Mitspieler in Szene setzt. Wie in Göppingen (2003 bis 2010) als Kraus-Nachfolger, wo der Rückraumspieler gar zweimal zum Spieler des Jahres gewählt wurde. Umso größer die Enttäuschung, als er danach bei der MT hinter Nenad Vuckovic nur die Nummer zwei auf der Mitte war.

Auch sonst stand sein Engagement an der Fulda sportlich unter keinem guten Stern. Mit Trainer Matjaz Tominec erlebte er die längste Melsunger Niederlagenserie in der 1. Liga mit (0:20-Punkte) und dessen Nachfolger baute auch nicht unbedingt auf ihn. Stattdessen machte sich Michael Roth für die Verpflichtung von Patrik Fahlgren stark, „einem ähnlichen Spielertyp wie ich“ (Schweikardt).

Spätestens da wusste der gebürtige Waiblinger, was die Stunde geschlagen hatte – und wechselte zum damaligen Zweitligisten Bittenfeld in die Obhut seiner Familie. Mit Bruder Jürgen spielte der Mittelmann zusammen, von Vater Günter wurde er trainiert. Heute lenken die beiden als Geschäftsführer (Jürgen) und Sportlicher Leiter (Günter) die Geschicke des Vereins, der sich vor der Saison aus ökonomischen Gründen zur Namensänderung TVB Stuttgart entschieden hat.

Als Trainer übernahm Jürgen König den Klub, der Ex-Friesenheimer, der voll auf Michael Schweikardt setzt. Woran auch die Nachverpflichtung des Dänen Kasper Kisum (ehemals Flensburg/Handewitt) und des iranischen Nationalspielers Sajad Esteki, bester Torschütze seiner Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar, nichts ändert. Sie sollen den Ausfall des langzeitverletzten Alexander Heib kompensieren und Dominik Weiß im linken Rückraum entlasten.

„Natürlich sind wir Außenseiter“, weiß Schweikardt um die Ausgangsposition im ersten Auswärtsspiel. Die ihn eher zuversichtlich macht, „denn so können wir völlig frei aufspielen“. Bei seiner Vorgeschichte ist zudem mit einem hoch motivierten Bittenfelder Regisseur zu rechnen.

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